Endlich neues Futter von John Landis! Nach Ansicht des Trailers konnte ich es kaum noch abwarten, sein neustes Werk zu sehen, versprach dieser doch britischen Humor vom Allerfeinsten!
Um es vorweg zu nehmen: der Film ist durch und durch sympathisch geraten. Man schaut ihn sich gerne an und langweilt sich keine Minute dabei. Dies ist zwar auch Landis` routinierter Regie zu verdanken, aber den bei weitem größten Anteil daran tragen die großartigen Schauspieler, die hier obendrein ausgesprochen gut aufgelegt agieren. Ich persönlich würde dabei weder den durchtriebenen Ganoven von Andy Serkis noch den herzensguten von Simon Pegg bevorzugen, da ich sie ohnehin beide sehr gerne sehe. Der Kurzauftritt von Christopher Lee ist hervorragend gelungen und die Nebenrolle von Tim Curry macht diesem sichtlich ähnlich viel Spaß wie dem geneigten Zuschauer.
Über die tollen schauspielerischen Leistungen von Serkis und Pegg gewinnen deren Figuren schnell die Zuneigung des Publikums und die wird auch nicht mehr hergegeben, so dass das Interesse am Geschehen wach bleibt. Allerdings gerät das zugegebenermaßen muntere und kurzweilige Treiben für meinen Geschmack leider ein wenig harmlos, gerade wenn man vom Trailer und der ersten Viertelstunde des Films aus urteilt. Schwarzer Humor ist zwar durchaus vorhanden, aber meistens ist es doch eher die Situationskomik, die im Mittelpunkt steht. In dieser Hinsicht ist der Film auch sehr gelungen.
Wenn Burke und Hare ziemlich zu Beginn des Films angeregt darüber nachdenken, was wohl die richtige und würdige Art zu sterben für den heldenhaften Gentleman sein könnte, den sie gerade ersticken, indem sie auf ihm sitzen, so habe ich mir einen deutlich bissigeren und böseren Verlauf des Films erwartet und erhofft. Somit ist diese Szene leider schon mein persönlicher Höhepunkt gewesen.
Daher gibt es von mir 6 Punkte für einen kurzweiligen und ausgespochen sympathischen kleinen Film, der mit Besetzung und Regie überzeugt, aber in Punkto Mut und Bösartigkeit hinter den meisten britischen Komödien zurück bleibt. Der Film ist selber gutmütig und stimmt so auch den Zuschauer gnädig, dessen Erwartungen letztlich doch enttäuscht wurden.