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Schottland, 1828: Edinburgh ist das Zentrum des medizinischen Fortschritts mit den renommiertesten Lehr- und Forschungsinstitutionen. Hierzu werden besonders viele Leichen benötigt. Die beiden führenden Doktoren Monroe und Knox kämpfen um jede Leiche, die angeboten wird, da nur Kriminelle zur Forschung verwendet werden dürfen. Die beiden irischen Einwanderer Burke und Hare versuchen sich erfolglos mit kleinen Gaunereien über Wasser zu halten, bis sie beim Entsorgen eines Verstorbenen erfahren, dass Dr. Knox dafür sehr gut bezahlt.

Burke und Hare entführt den Zuschauer in die lustige Welt der altschottischen Tradition des Leichenfledderns und -diebstahls. Aber trotz des makabren Grundthemas merkt man schon von der ersten Sekunde, das man dem Sujet eher humorig gegenübersteht. Aufgebaut ist das Ganze als Buddy Movie zweier im Grunde sympathischer Kleinganoven, die das Besorgen von Körpern für eine medizinische Fakultät zu einer alternativen Geschäftsidee erheben.
Dummerweise ist der örtliche Friedhof von Edinburgh polizeilich abgeriegelt, so daß aktive Sterbehilfe angesagt, was zu einigen wirklich komischen Situationen führt, inklusive dem amüsanten Cameo von Christopher Lee. Das Geschehen ist anfangs noch recht witzig, allerdings baut der Film später doch ab, als dieses Frauen-MacBeth-Theater ins Spiel kommt und einige Längen ins Spiel kommen.
Das größte Plus von Burke und Hare sind natürlich ihre sympathischen Darsteller, die dem liebenswürdigen Ganovenduo viel Leben geben. Auch die Kostüme und Ausstattung sind recht liebevoll dem frühen 19. Jahrhundert angepaßt. Ich hätte es zwar besser gefunden, wenn man den rabenschwarzen Humor nicht zugunsten einer Love Story ein Korsett verpaßt hätte, aber auch so sind einige gute Gags dabei.
6/10

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