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Jennifer und Evan sind ein junges verliebtes Paar und möchten sobald wie möglich heiraten und Kinder bekommen. Um die perfekte Ausgangssituation für ihr zukünftiges Leben zu schaffen, kauft Evan ein Haus auf dem Land und überrascht seine Freundin mit dem Anwesen. Das Haus war zwar ungewöhnlich günstig, was Evan jedoch mit der nötigen Arbeit begründet, da es doch noch einige Mängel aufweist. Die jungen Leute ahnen jedoch nicht, dass das Haus eine schaurige Vergangenheit hat. Vor einiger Zeit kam dort eine Hexe ums Leben, die einen entstellten Sohn zurückließ. Dieser wartet nur auf neue Bewohner, um seine Rachegelüste zu stillen. Da kommt es wie gelegen, dass Jennifer und Evan eine große Einweihungsparty geben wollen, die ihr Ende in einem Blutbad findet.

Bei Mask Maker fällt mir im nachhinein doch deutlich auf, das hier mit einem absoluten Nichts an neuen Ideen gearbeitet wurde. Hier stammt wirklich alles aus dem Junior Chemiebaukasten für Horrorfilme, was ein wenig verwundert, denn mit Griff Furst ist zwar ein junger Regisseur am Start, der aber inzwischen doch einiges an Erfahrung sammeln konnte, wenn auch meist nur bei Asylum. Gehen wir doch einfach mal die Checkliste durch.
- einsames Haus mit Mordvergangenheit in der Mitte von nirgendwo in Texas
- angrenzender Friedhof, Stock mit indianischen Zeichen im Boden, Schweinekopf im Kühlschrank, schaut denn hier niemand Horrorstreifen? Alles sichere Unglückssignale.
- schweigsame Bevölkerung mit kryptischen Warnhinweisen
- Der übliche Satz Sixpack mit College Studenten als Kanonenfutter
- ein degenerierter Killer mit Gesichtsmimikrifetisch, der wirkt als wäre er der verachtete Cousin von Leatherface und Jason Vorhees
- die üblichen Sünden der Vergangenheit
- ein paar semispektakuläre Kills
- wenig überragende Darsteller (das falsche Lachen der Hauptdarstellerin kann ganz schön nerven)
- 2 paar Hupen für die Voyeursabteilung.

Das sind alles Elemente, wie man sie schon zigfach gesehen hat. Positiv fand ich da am ehesten noch den guten Score, die ungewöhnliche Reihenfolge der Kills und die gelegentlich ganz amüsanten Dialoge, auch wenn sie nicht gerade von den größten Vollblutprofis ausgesprochen wurden. Gerne mehr gesehen hätte ich von den vermeintlich großen Namen Treat Williams und Michael Berryman, die über bessere Cameos aber nicht hinauskommen. Verdammen möchte ich Mask Murder auch nicht, denn unterhalten kann er schon, wenn er dann mal aus dem Quark kommt. Aber durch fehlende Eigenständigkeit, wird er wohl auch schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwinden.
5/10

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