Review

Copthriller meets Serienkiller meets Geisterfilm – die Mixtur gibt es auch nicht jeden Donnerstag zu sehen, aber vielleicht gönnt man dieser sich leicht mühsam auf 90 Minuten aufgerüschten B-Produktion damit schon zuviel Ehre, wenn man das orginell nennt.
Josh Lucas und Aaron Eckhardt galten ja mal als „new generation“ für kommende Hauptdarstelleraufgaben, sanken aber danach stabil in die zweite Reihe ab, bieten da aber meistens noch ordenliche Qualität. Und so läuft das auch hier.

Lucas darf hier den Schuld-Suff-Cop aus dem Handbuch geben und wird folglich ohne Probleme von seinem Überwachungsjob Terrence Howard an die Wand gespielt, der sich aufführt, als hätten ihn Shakespeare und Chandler über Nacht kräftig in den Arsch gebissen und dieser kreative Overflow müsse jetzt mit heftigem Chargieren mal dringend raus.

Das Komplexeste an „Ghosts of New Orleans“ ist dann auch schon der komplizierte Aufbau, der vom Schulddrama zum Serienkillerfall wechselt, um dann urplötzlich ins Geistermilieu abzurutschen, mit einer paar romantischen Einschüben verklärt. Hat man sich daran gewöhnt, spielt sich plötzlich ein unglaublich moppeliger Cary Elwes als „bad guy“ in den Vordergrund, bis der Film sich so lange in seiner Aufbauphase aufgehalten hat (natürlich steht Lucas das Wasser von allen Seiten schon bis zum Hals), dass im Finale hektisch nicht nur die Drogendealer ausgeschaltet werden müssen, sondern auch der Geist zu seinem Recht kommen kann.

Die einzelnen Zutaten passen nicht wirklich zusammen, die Dramaturgie springt immer wieder hin und her und die Identität des Mörders kann man sich auch zusammen puzzeln. Das zieht einen optisch brauchbar aufgemachten DTV-Streifen (New Orleans gibt ja immer ein paar gute Bilder her) leider ins Mittelmäßige. Insgesamt gibt es aber schlimmere Möglichkeiten, einen Abend vor der Glotze zu verschwenden. (5/10)

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