kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 03.07.2013
Selbst wenn man wollte, könnte man die Hitchcock-Anleihen nicht übersehen. „Der Fremde im Zug“, „Der Auslandskorrespondent“ und „Über den Dächern von Nizza“ stehen in dicken Lettern über dem blauen Himmel Venedigs geschrieben. Von Donnersmarcks Post-Oscar-Film kratzt aber allenfalls an der luftigen Oberfläche, sein Film bleibt ein reines Starvehikel, das letztlich dazu beigetragen hat, die Sterne Jolies und Depps etwas zu dimmen. Kein Wunder, gelingt es Beiden doch nicht, das bei jeder Gelegenheit angedeutete Doppelspiel auf der Leinwand rüberzubringen. Die romantische Inszenierung Venedigs reicht, um Urlaubsstimmung zu erzeugen, abgewürgt wird diese aber wieder, wenn man den seltsamen Soundtrack hört, der eher in einen Chris-Columbus-Film der 90er gehört als in eine charmante Gaunerposse. Wird in Windeseile vergessen sein.
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