Vermutlich habe ich jede Folge der Serie „X-Factor: Das Unfassbare“ bestimmt mindestens 10mal gesehen. Das Prinzip der Serie ist recht einfach erklärt: Es werden meist 5 (?) Geschichten vorgestellt, die mehr oder weniger inhaltlich „unfassbar“ sind oder sein sollen.
Denn es sind in diesen meist mysteriöse Dinge geschehen, wie tote Menschen die wieder auferstanden sind um jemanden vor einer Gefahr zu warnen oder komische Zufälle, die vor einer Katastrophe schützten oder zu dieser geführt haben. Allerdings sind nicht alle der gezeigten Fälle wahr, denn der Zuschauer soll mitraten und auf die Auflösung am Ende der Folge warten. Unterbrochen werden diese Geschichten nur durch den Moderator, in den meisten Folgen von Jonathan Frakes, der z. B. optische Täuschungen vorstellt und dann fließend die nächste Geschichte anmoderiert.
Die Fälle sind immer nachgespielt und wirken dabei teilweise etwas überdramatisch gespielt, sind aber nicht allzu schlecht umgesetzt worden. Bei wenigen Geschichten gibt es keine nachgespielte Szene, sondern nur eine vorgelesene Erzählung durch den Moderator. Allerdings ähneln sich viele Fälle schon sehr, wenn man genau darauf achtet und es geht letztendlich um die gleichen übernatürlichen Geschehen.
Leider sind oftmals genau die Fälle, bei denen man denkt es wäre schon unfassbar, wenn das wirklich wahr wäre, am Ende wirklich nicht wahr. Und wenn eine Geschichte wahr ist, dann wirkt es aufgrund des Kommentars von Jonathan Frakes meist so, als ob ein Bekannter der Schwester eines Cousins der Schwägerin vom Kassierer an der Tankstelle es nach einer durchzechten Nacht genau so erlebt hat. Es wirkt leider aus heutiger Sicht, als ob man versucht hat, aus einigen Geschichten „aus dem Paulanergarten“ eine gruselige Serie zusammenzustellen. Aber trotzdem ist das originale X-Factor unterhaltsam und man kann es sich, im Gegensatz zu dem traurigen Versuch eines deutschen Ablegers von RTL2, auch heute noch ansehen.