Wer kennt sie nicht, die beliebten Wallander-Krimis? Nun gibt es die Neufassungen der bekannten Mankell-Geschichten mit Kenneth Branagh in der Hauptrolle des Kommissars Kurt Wallander. Im Gegensatz zu den bisher verfilmten Stories basieren sie zu 100% auf Mankell´s Vorlage und bieten eine bisher (für mich) neue Art der Unterhaltung im TV-Bereich.
Ich nehme es gleich einmal vorweg: die ARD hat die neuen 3 Teile in unmöglicher Reihenfolge ausgestrahlt: vom Sonntag 21:45 Uhr über Samstag 20:15 und Dienstag 23:00 Uhr war alles dabei, was dem Zuschauer den Spass daran verderben hätte können, die Serie "normal" zu verfolgen (vllt. lag es ja auch an den deutschen Jugendschutzgesetzen).
Nichtsdestotrotz konnte ich alle 3 Teile der Neuverfilmungen sehen. Diese Review bezieht sich jedoch nicht nur auf den ersten Teil der Serie mit Kenneth Branagh, da die Qualität der 3 Teile durchgehend hoch ist.Zuerst muss man sagen, dass Kenneth Branagh alias Kurt Wallander überragend in seiner Rolle agiert. Wer die vorherigen Wallander-Krimis gesehen hat, wird überrascht sein, auf welche Ebene Branagh die Figur des immer wieder von persönlichen Rückschlägen gezeichneiten Kommissars gebracht hat.
Die Story ist nahezu durchgehend spannend erzählt und hält den Zuschauer durch seine steten Wendungen bzw. Überraschungen bei der Stange. Dazu tragen neben der guten Buchvorlage die in überaus fesselnden Kameraeinstellungen bei, die sowohl stilllebensgleiche, als auch dynamisch gefilmte Landschaften Schwedens zeigen. Kaum ein TV-Film der letzten Zeit konnte mich filmisch so begeistern wie die neuen Wallander-Verfilmungen.Somit kann ich sowohl Mankell-Neulingen, sowie Kennern der bisherigen Krimis diese Filme ans Herz legen. Alleine schon die filmische Verarbeitung sowie die überragende schauspielerische Leistung Kenneth Branagh´s lassen keine Zweifel über diese Filme aufkommen.
10/10 Punkten