Horrorkomödien haben es immer sehr schwer. Es gibt eine Handvoll Klassiker und viele Veröffentlichungen in den letzten Jahren waren eher als verdammt lau zu bezeichnen. Wie ist somit das filmische Paket von SILENT BUT DEADLY zu beurteilen? Setzt der Streifen auf Story, Inhalt, Effekte oder nur den komödiantischen Aspekt? Nun, immerhin landen schon nach wenigen Minuten Axt und Mistgabel tief in den blutigen Körpern nerviger Nebendarsteller und mit beschwingten Countrysound wird der Vorspann eingeleitet. Bis dahin wähnt man sich noch kurzzeitig in einer kleinen unentdeckten Splatterperle.
Dann jedoch verbreitet die Geschichte der Reporterin Sandra und einem ziegenliebenden Farmerssohn eine gepflegte Trashatmosphäre ohne eigene Note, den üblichen geistreichen Dialogen und jeder Menge gepflegten Schwachsinns. Zu den Zutaten dieser low-budget Produktion gehören unter anderem ein kleinwüchsiger Sheriff der nicht Liliputaner genannt werden möchte, ein wenig Blut, gut gebaute "Darstellerinnen", die üblichen bescheuerte Cops und eine Reihe von in der Sackgasse landenden Witze. Beispiel: "Kommt Du gerade aus einem Ofen? Du bist verdammt heiß"
Leider ist dieses Niveau nicht annäherungsweise genug für eine unterhaltsame Horrorkomödie. Vom Durchfallfaktor des Soundtracks, des Zwerges und des einfach strukturierten Humors hat mich SILENT BUT DEADLY schon an wenig an ein nicht ganz so unterirdisches Elaborat wie GUNS & GIRLS (sorry, CW ;-)) erinnert. Aber der hier besprochene Zwergen-Nerv-Terror greift leider noch deutlich weiter unter die humoristische Gürtellinie. Manche Szenen und Kämpfchen wirken wie von Vorschulkindern geplant und durchgeführt. Eine gewisse Dramaturgie und Anspruch sucht man vergebens, aber auch der unterhaltsame Trashgott schaut nicht lüstern um die Ecke.
Die begleitende Werbung von SILENT BUT DEADLY in Form von "infernalische Splatterkomödie…mit wahnwitzen Splatter- und Gore-Effekten…" kann man wie immer bei solch lautstarken Tönen getrost vergessen. Wobei der ein oder andere halbierte Zeitgenosse oder eine sich in den Gehirnwindungen verfangene Axt schon für kleine Gorehound Freuden sorgen. "Infernalisch" ist dies aber trotzdem nicht wirklich, dies trifft schon eher auf die Dialogqualität zu, die wie von Elfjährigen geschrieben scheint.
Wenn es zu blutgetränkten CGI-Effekten kommt sinkt die Qualität dieser allerdings noch weiter ins bodenlose. Nur die ein oder andere schräge Figur und die hohe Screentime des Zwerges versöhnt noch ein wenig und rettet den Film gerade noch vor der geringst möglichen Note.
2,5/10 Ziegen....äh,....Punkten