Drei Freunde machen nach dem Baseballspiel spontan einen Abstecher ins Freudenhaus. Zu ihrer Überraschung wird der Puff von einer Gruppe mordender Prostituierten geführt, die ihrer Kundschaft nur zu gern den Pillermann abschneidet…
Anscheinend werden in Japan keine Filme mehr ohne explosionsartige Blutfontänen produziert. Jetzt werden sogar schon Schmuddelsex-Filmchen mit Splatter-FX garniert. HORNY HOUSE OF HORROR unterscheidet sich dennoch deutlich von Filmen wie MACHINE GIRL, TOKYO GORE POLICE, MUTANT GIRL SQUAD, VAMPIRE GIRL VS. FRANKENSTEIN GIRL und wie sie alle heißen mögen: 1.) Es wird hier weitaus weniger gesplattert, 2.) es kommt kein Bodyhorror, sprich keine Mutationen oder körperlichen Anomalien vor, 3.) vom Thema her ist alles recht nah an SCHULMÄDCHEN-REPORT angesiedelt. So werden hier fleißig Ärsche geknetet, Nippel bezügelt und ein paar lahme Ruckelarien werden auch geboten. Der Sex geht so ganz leicht in die Perverso-Ebene, im Grunde läuft hier – für japanische Verhältnisse – aber alles recht zahm ab.
Ein dickes Plus des Films: seine Schauspielerinnen. Diese haben im Gegensatz zur typischen Japanerin ganz ordentlich Holz vor der Hütte und laufen glücklicherweise stets recht spärlich bekleidet durch die Gegend. Unter ihnen findet sich die überaus liebreizende Asami (hier in der Rolle einer kinky Killernutte in Schulmädchenuniform), die in so ziemlich jedem namhaften japanischen Horrorfilm der letzten Jahre mitgewirkt hat.
Der Gore ist anfangs recht spärlich gesät, dann kommt’s aber doppelt dicke: rauspoppende, auf dem Bildschirm zerplatzende Augäpfel, mit dem Samuraischwert abgesäbelte Nippel und gleich mehrere hyperfiese Kastration. Das Bluts schießt dabei natürlich wieder in übertrieben Mengen und mit 1000 bar aus den verstümmelten Körperöffnungen. Des Weiteren wird der Mythos der Vagina Dentata, des „bezahnten Schmuckkästchens“, aufgegriffen, welcher sehr selten, aber immer mal wieder filmische Umsetzung findet (siehe TEETH, SEXUAL PARASITE: KILLER PUSSY, PENETRATION ANGST).
HORNY HOUSE OF HORROR macht aller Ratio zum Trotz also richtig Spaß, insofern man keinen allzu ernst gemeinten Film erwartet. Oftmals verliert er sich zwar in Langatmigkeiten, wie z.B. eine etwas fade Sequenz, in der einem gefesselten Typ gedroht wird, dass ihm der Pimmel abgeschnitten wird, sobald er eine Latte bekommt. Dennoch ist der Streifen mit seinen knappen 75 Minuten schön knackig inszeniert, sodass es kaum langweilig wird. Nach höherem Sinn oder Logik sollte man aber freilich nicht Ausschau halten.
Splatter: (+)(+)(+)(-)(-)
Sex: (+)(+)(-)(-)(-)
Fun: (+)(+)(+)(-)(-)
„Nicht ein Kunde hat eine Chance! Wir schneiden jedem Gast den Ständer ab!“
Fazit:
Die spinnen die Japsen! So ungefähr die japanische Version von BORDELLO OF BLOOD. Sprudelnde Penisstümpfe und orgiastische Schlagaderspringbrunnen machen halt einfach immer Laune. Denen und den hübschen Darstellerinnen sei Dank, dass dieses Filmchen zündet.