Review

Dieser japanische Schwanz-ab-Film folgt deutlich den Traditionen der comichaft überzeichneten Splatterorgien, bei denen literweise Blut verteilt wird und Grimassen bis zum Abwinken gezogen werden. Ein wenig nackte Haut gehört natürlich auch dazu, doch in diesem Punkt bleiben die Asiaten ein prüdes Volk, denn zu heikle Körperstellen sind mit schwarzen Punkten unkenntlich gemacht.

Drei Baseballspieler entdecken nach dem Spiel einen neuen Salon. Obgleich sich der frisch Verlobte Nakatsu massiv dagegen sträubt, landen die drei in dem zwielichtigen Etablissement, wo jeder einer Dame zugewiesen wird.
Und die haben keine andere Aufgabe, als den Freiern das Genital abzutrennen…

Der schlicht gehaltene Zeichentrickfilm untermauert direkt zum Einstieg, auf welches Niveau man sich eingelassen hat und die nachfolgende Sequenz, als der erste Kunde seinen Ömmel per Biss verliert, verdeutlicht diesen Eindruck: Billige Aufmachung, überkandidelt auftretende Mimen, ein Minimum an Handlung und dummdreiste Dialoge durchziehen die gerade einmal 75 Minuten Laufzeit.

Die Handlung spielt ausschließlich in den Räumen des Salons, doch wer zu Beginn hofft, dass kleine Gimmicks, wie die Wand mit drei Öffnungen, durch die die Huren ihre Pöter stecken, sei nur ein Vorgeschmack, der irrt gewaltig.
Denn das Geschehen wiederholt sich lediglich mit leichten Variationen. Mal wird der Iltis per Metallzahn-Vagina abgetrennt, dann per Schwert und zuletzt soll massive Säure das Werk vollbringen.
Bei den Softsex-Szenen entsteht weder ein erotisches Kribbeln, noch kommt Spannung auf, denn das Ende der Szene steht bereits im Vorfeld fest.

Auch der Humor bleibt weitgehend auf der Strecke, es sei denn, man bringt ein Faible für den typischen grellen Humor der Japaner mit, der in diesem Fall fast ausschließlich unterhalb der Gürtellinie angesiedelt ist.
Ferner mangelt es am Background, denn es kommt kein deutliches Motiv für die Entmannungen zum Vorschein und auch der ominöse Chef im Hintergrund kann kaum etwas zum Geschehen beitragen.

Was den Stoff noch leicht aufwertet, sind die gelungenen Splattereinlagen, von denen vor allem zum Finale einige aufgetischt werden. Ein verätztes Gesicht, ein comichaftes Herausploppen der Augäpfel, ein Schwert im Rücken, ein Halsbiss und eine abgeschnittene Brustwarze lassen die Räumlichkeiten fast glitschig vor Blut erscheinen, wobei die Qualität der Effekte insgesamt recht ordentlich daherkommt.

Der Streifen selbst ist jedoch eher etwas für spezielle Geschmäcker in Sachen Trash.
Auch wenn zum Showdown noch ein wenig gekämpft und gefochten wird und die Brüste der Anwesenden regelmäßig wippen, so kommt inhaltlich doch zu wenig rüber, um lang anhaltenden Spaß aufkommen zu lassen.
3,5 von 10

Details
Ähnliche Filme