Während Riggs (Mel Gibson) als werdender Vater seinen Ehebammel überwinden muss, hat Murtaugh (Danny Glover) an den Familienabsichten seiner flügge gewordenen Tochter (Traci Wolfe) zu knabbern. Unterdessen kommen die beiden einer Triade auf die Spur, die Chinesen ins Land schmuggelt, von ihrer Familie trennt und zu Fronarbeiten in einer Geldfälscherei verpflichtet. Mit den Blüten sollen die vier Väter der Organisation freigekauft werden…
Ziemlich enttäuschende Fortsetzung der Reihe, die offenbar einen versöhnlichen Schlussstrich unter die grenzgängerischen Abenteuer der beiden stahlharten Profis ziehen will, indem sie ausgerechnet das tollkühne Duo zu Botschaftern eines glücklichen Familienlebens umzufunktionieren versucht: Riggs muss sich allmählich eingestehen, dass seine Vorbehalte gegen die Ehe bloß unreifem Machostolz entspringen; Murtaugh muss lernen, seine Vaterrolle loszulassen und sich am Eheglück seiner Tochter zu erfreuen; und die Triade – die falsche Familie – muss davon abgehalten werden, echte Familien für den Freikauf ihrer so genannten Väter zu opfern. Angesichts solcher Botschaften will die Mischung aus Irrsinn und Gewalt deutlich weniger noch als im dritten Teil zur Erzählabsicht passen, sondern wirkt wie ein Versuch, dem Publikum brave Gedanken in draufgängerischer Verpackung anzudrehen. Die Actionsequenzen können unter diesen Umständen kaum etwas zum Thema beisteuern und verkommen bei aller handwerklichen Gekonntheit zu überflüssigen Zerstreuungsoasen.