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Axel Wittmann ist ein weiterer vielversprechender Newcomer in der deutschen unabhängigen Filmszene. Sein im Wald spielender Thriller (nicht Slasher!) mag noch nicht die spannungsgeladenste Angelegenheit sein, doch generell ist hier schon ersichtlich, dass da ein junges Talent am Werk war, das einiges auf dem Kasten hat. BAD END ist schön fotografiert und wirkt bereits erstaunlich routiniert. Er nimmt er sich jedoch sehr viel Zeit, bis bei ihm die eigentliche Handlung mit den krimitypischen Elementen so richtig in Gang gesetzt wird. Nach über einer Stunde gibt es außerdem den Versuch einer überraschenden Wendung im Stile von HIGH TENSION, dieser Kniff kann allerdings - genau wie schon beim grandiosen französischen Vorbild - nicht vollends überzeugen, zumindest in diesem Punkt gibt es eine Gemeinsamkeit bei beiden Werken. Mit besseren und stringenteren Drehbüchern als Grundlage sollte Wittmann zukünftig mehr reißen können.