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Der gilt in den USA als ein Kultklassiker der 80er und als Partyfilm und wird oft in einem Atemzug genannt mit DIE NACHT DER CREEPS und NIGHT OF THE DEMONS. Ganz so stark ist er nicht, denn dazu kupfert er zu offensichtlich zu viele damalige Horrorhits ab. Alles läuft nämlich so ab, als läge die Highschool direkt an der Elm Street oder als hätten Poltergeister die Schule infiltriert. Und wenn das Finale steigt, dann kommt es einem so vor, als ob die übersinnliche Carrie noch einmal ihren Abschlussball absolviert. Zumindest eins macht MARY LOU schon mal richtig: Er distanziert sich so weit wie möglich vom drögen ersten PROM NIGHT. Außerdem werden im Zuge des Spuks eine Vielzahl der unterschiedlichsten Special Effects geboten - der Spindmord ragt für mich heraus. Und die zunächst blasse Hauptdarstellerin überzeugt später als Besessene.
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1987 in den USA als eigentständige Fortsetzung des Durchschnitts-Slashers "Prom Night" herauskommener und vermarkteter Horrorfilm, der im Gegensatz zu Teil III weitestgehend auf komödiantische Einlagen verzichtet und sich stattdessen kräftig bei "Nightmare On Elm Street" und "Carrie" bedient - das aber durchaus gekonnt. So entstand ein atmosphärischer Slasher mit toller musikalischer Untermalung (Rock'n'Roll der 50er z.B.), der den US-amerikanischen Wahn um Schulabschlussbälle und das damit verbundene oberflächliche Gebahren weiblicher Teenager aufs Korn nimmt und dabei fast parodistische Züge annimmt. Freunde ordentlicher 80er-Slasher werden ihre Freude an "Mary Lou" haben. Schade, dass der Film nie eine deutsche DVD-Auswertung erfahren hat. Die 5,- € für die VHS-Kassette waren aber gut angelegt.