SNAKES ON A MOUNTAIN ?
Es beginnt eigentlich recht gefällig mit viel Chaos im Schneesturm und packender Atmosphäre. Allerdings merkt man an der bescheidenen Synchronisation schon recht schnell, dass man erwartungsgemäß nicht in einem unbekannten Monster-Blockbuster gelandet ist. Aber so lange ordentlich gerockt würde wäre es uns ja auch egal.
Leider haben wir aber nur mehr oder weniger TV-Niveau vor der Nase und nicht enden wollende Dialoge auf einer sehr nach Filmstudio aussehenden Forschungsstation mit einer Expedition auf der Suche der Wahrheit rund um hohe Berge.
Wir haben es also mit einem ausgemachten low-fi Science-Fiction zu tun, der eigentlich unzählige gute Vorbilder zählt, aber diese wohl alle erfolgreich gemieden hat. Wenn wir also schon auf der Trashfilm-Spur sind, dann könnten wir nur noch auf wahlweise guten Humor, viel Action oder einen hohen Blutfaktor oder gemeine Schrägheiten oder Kreativität hoffen um sehbaren Trash daraus präsentiert zu bekommen. Aber auch hier werden wir enttäuscht.
Die durchwachsenen CGI-Hubschrauber die die Berge umfahren könnte man ja noch ertragen, aber nicht, dass die “Hauptperson“ in Form einer grauen unförmigen Riesenschlange, die bis auf den Anfang erst zur Mitte des Films erscheint, addiert vielleicht ganze 2 Minuten Screentime hat.
Dabei quietscht das Tierchen wie eine Mischung aus Alien und Godzilla und gibt sich damit der größtmöglichen Lächerlichkeit preis. Erinnerungen an schlechtere ASYLUM-Label Werke werden wach, wobei das gute Mockbuster Label durchaus in letzter Zeit viel bessere Streifen zu bieten hat.
Die durchaus ganz spannenden Szenen der Bergsteiger und die schönen Bilder der Berge werden dadurch auch unterm Strich belanglos und Nebensache. Für Erheiterung sorgen dann die echsenförmigen Saurierschlangen und jedes Mal wenn man denkt, oops, dann kommt doch Action auf, wird Geld gespart und flache Dialogszenen werden auf den Zuschauer losgelassen. Das zwielichtige Militär darf natürlich auch nicht fehlen.
Gefallen haben mit die schleimigen Szenen gegen Ende hin und unsere überlebenden Protagonisten haben natürlich in bester PROMETHEUS Manier nichts Besseres zu tun, als alles was in der Gegend rum steht anzufassen. Hierbei gibt KILLER MOUNTAIN richtig CGI-Gas und lockt sicherlich ein paar Hardcore-Trash Fans damit aus der verschlafenen Ecke.
Nach knapp 85 Minuten ist dann alles auf einmal zum Glück vorbei und man darf sich wieder besseren Filmen widmen. Somit kann ich KILLER MOUNTAIN nur für klaustrophobe Schlangenphobiker die gleichzeitig auch Ultra-Trash-Fetischisten sind empfehlen.
3/10 Schleimgurken....äh,...Punkten