Beim Katalogisieren von historischen Artefakten im Keller einer Universität stößt die Archäologieprofessorin Isla Wheelan und ihr Team auf eine seltsame Box aus dem 12. Jahrhundert, welches das Wappen der irischen Tempelritter trägt. Beim Öffnen finden sie den mumifizierten Kopf eines Monsters. Hiermit entfesseln sie das Böse, welches hierin gefangen war. Dies war eine Banshee, eine Hexe, die mit einem grauenvollen Schrei verschwindet. Jeder, der ihren Schrei hört, wird von unheilvollen Visionen geplagt und ist dem Tode geweiht.
Ich hatte eigentlich schon gedacht das der SyFy Channel mittlerweile alle Arten von Monstern aus allen Kulturkreisen zu einem Horrorfilm verwurstet hat, doch irgendwer dort hat noch mal die alte irische Legende des Banshee ausgegraben. Wenn man die bisherigen Werke der Herrschaften kennt, darf man den Film sogar in wesentlichen Punkten als gelungen verbuchen, auf jeden Fall als besser als den durchscnittlichen SyFy Heuler, der dort ja auf Masse produziert wird.
Scream of the Banshee wird zwar sicher nicht in die Geschichte der Horrormeilensteine eingehen. Bietet aber doch einiges an unterhaltsamen Elementen. So ist allein der Banshee an sich kein blutsuppendes Monster, sondern kündigt durch den fiesen, hohen Schrei nur den nahen Tod bestimmter Personen an. Das ist mal was anderes wie der typische Haigatoryetianaconda Riesenvieh und geht fast schon als originell durch.
Dazu sehen die Masken gut aus und für FSK 16 wird auch an härteren Szenen, wie dem Abziehen eines Gesichts, etwas geboten. Manche Dialogpassagen sind zwar richtiggehend zum heulen, aber das gros der Charaktere ist soweit ok, dito auch die Darsteller und einen Lance Henriksen im Cast zu haben ist schließlich auch nie verkehrt. Für SyFy ist das Ergebnis in Ordnung, Horrorfreunde machen nichts falsch, wenn der Film mal im Fernsehen läuft.
6/10