Review

Fans des Duos Spencer/Hill sind sich einig: Wenn unsere Freunde getrennt auftraten, war das Endergebnis meistens wenig berauschend. Bei Terence Hill gibt's da sicher auch löbliche Ausnahmen wie die beiden coolen „Nobody"-Filme und auch „Renegade" fand ich recht gelungen. Der „Supercop" gehört im Gegensatz dazu nicht gerade zu den Höhenpunkten in Hills Karriere, und in der von Sergio Corbuccis mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht.

Die Mär von dem Polizisten Dave, der über schier unmenschliche Fähigkeiten verfügt, seitdem er bei einer atomaren Explosion zu viel von der Strahlung abbekommen hat, ist an für sich schon haarsträubend genug und kann man vielleicht noch als Anspielung oder schlechte Parodie auf Superman durchgehen lassen, doch davon wird die Klamotte auch nicht viel tiefgründiger.

Klar, der Stoff hier ist pure Fantasy, doch der Zuschauer wird dennoch ins Grübeln kommen, warum unser Held in dieser Geschichte so verschiedenartig übersinnige Kräfte besitzt, mal ist es Telepathie, mal Unversehrtheit bei einem Fenstersturz, dann kann er - wie ein anderer bereits vor ihm - übers Wasser latschen. Ach so, hellseherische Fähigkeiten kommen auch noch dazu. Dass er ausgerechnet dann schlapp macht, wenn die Farbe Rot ins Spiel kommt, merkt der Zuschauer bereits frühzeitig, nur unser Depp kommt ein ums andere Mal ins Grübeln, genauso wie sein Polizei-Kumpane, der ihm die ganze Trickserei ohnehin nicht glaubt. Wie auch, immer wenn es mal klappt, ist er irgendwie nicht da oder guckt wohl gerade nicht hin, so ein Pech aber auch.

Corbucci müht sich sichtlich, mit einer Story um die Machenschaften einer Geldfälscherbande der ganzen Sache etwas mehr Pfiff zu geben, doch auch hier geht dem Film rasch die Puste aus. Erstmal ist der Drahtzieher - und auch die geheimnisvolle Rosy - eher an den Rand gedrückt, aber auch die vorgeschobenen drei Ganoven, von denen einer dämlicher als der andere ist, sind kaum der Rede wert und stellen keinen echten Gegenpol für unseren Cop dar. Ob es amüsant ist, dass Hill diese Penner bei einer Verkehrskontrolle Ballett tanzen lässt, ist auch eher zweifelhaft. Wenigstens gab's in einer Szene noch mal gehörig Prügel, wie man es eigentlich auch in einem Nur-Hill-Film erwarten darf, doch so richtig herausreißen kann das den „Supercop" auch nicht mehr...

Fazit: An einem netten Nachmittag kann man hier vielleicht mal reinschauen, aber „Der Supercop" reißt einem nun wirklich nicht vom Hocker. Ist nur den härtesten Hill-Fans zu empfehlen, leider...

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