U grow it, we cut it, der Werbeslogan eines namenlosen Obdachlosen. Dieser will sich nämlich mit seinen zusammengeschnorrten Dollars einen Rasenmäher leisten und seine Gartendienste an zahlungswillige Bürger anbieten. Zu blöd das die Stadt in der er frisch angereist ist nur aus Blut-und geldgeilem Pöbel besteht, dessen Hauptbeschäftigung es ist zu vergewaltigen, wehrlose Menschen zu nötigen, Nutten zu killen etc... Und mit der Flora siehts hier auch nicht so prickelnd aus. Also, kleine Planänderung: Statt Rasenmäher besorgt sich der Hobo 'ne Flinte und knallt erstmal den Seuchenpool, mir nix dir nix, in Grund und Boden damit es sich hier wieder nett leben lässt.
Viele haben's in letzter Zeit versucht, dieser hier packt es: Meiner Meinung nach ist der Hobo der beste und glaubwürdigste unter den neuen Grindhouse Versuchen.
Auf jeden Fall ist er am nächsten dran, da gar nicht versucht wird wie bei beispielsweise Machete, Deathproof oder Planet Terror mit CGI-Kaspereien, bekannten Darstellern und neuartigen Ideen zu punkten. Schmutz ist halt Schmutz. Und das hier ist der höchste aller Kotbatzen, Geruchsintensiv wie Scheisse & schmuddelig wie 7 Tage getragene Unterhosen.
Das Ambiente ist trotz gammeliger Gossen und muffigen Müllbergen dank satten Farbfiltern ziemlich bunt, die Statisten allesamt hässlich wie die Nacht, und das fast schon glühend rote Blut erinnert an die Splattereien alter 70er' Karate Trashgurken ala "The Street Fighter".
Rutger Hauers Gegenspieler, "Der Drake" genannt, ist ein fieser Fuck, der mit seiner krächzigen Stimme alles in Grund und Boden pöbelt und seine beiden asozialen Söhne auf jeden ansetzt der in Fuck... äh Scum Town nicht spuren will. Diese 2 Hampelmänner wirken allerdings extrem aufgesetzt und schleimig, und passen nicht so recht zum kranken Rest der Bevölkerung hier.
Leider wurde musikalisch oft geklaut, der Anfangssong zum Beispiel ist der selbe wie in "Hexen bis aufs Blut gequält". Passen tut es trotzdem irgendwie.
Was hier teilweise etwas extrem wirkt im Gegensatz zu den lockeren Troma Produktionen, das die Gewalt sich manchmal etwas zu ernst nimmt, ja sogar an die Nieren geht, wie z.B. blutende, gefesselte Frauen in einem Folterkeller mit ihren zugekoksten Peinigern, oder eine Knarre am Kopf eines Babys hätte man sich ruhig sparen können. Das dürfte dem einen oder anderen bitter aufstoßen. Krass menschenverachtend, das Ganze.
Bei den Splattereien wird übrigens auf gute Handarbeit gesetzt, jeglicher CGI-Mist entfällt.
Krass bescheuert, extrem blutig, total geschmacklos und von Dreck überfüllter als jede Müllhalde kommt dieses C-Machwerk daher. Erinnert optisch ein wenig an "Hanger", ist aber um Längen unterhaltsamer!