Review

1. Staffel

Eine kleine Highschool irgendwo in den USA. Pubertierende Teenager kämpfen mit den Herausforderungen des Schulalltags. Unter Ihnen auch Todd, Heavy Metal Fan und Aussenseiter. Eines Tages findet er das Book of pure Evil, dass die geheimsten Wünsche wahr werden lässt, wenn auch nicht immer auf die bevorzugte Art und Weise. Ehe er 666 sagen kann, sind er und seine drei Begleiter in einem Strudel magischer und dämonischer Machenschaften verstrickt...

Craig Wallace hat aus der Idee eines eher durchschnittlichen Kurzfilms von 2003 eine wunderbare kleine Fernsehserie von Nerds für Nerds geschaffen.
Aus einer Grundkonstellation die ihre deutlichen Anleihen bei Buffy nicht eine Sekunde verbergen kann, entsteht hier dennoch etwas neues und durchaus eigenständiges. Dabei steht vor allem der schräge Humor um die unterschiedlichen durch das Buch erfüllten Wünsche im Vordergrund. Die Serie greift immer wieder typische Teenie-Probleme (beliebt sein, schön sein, einen Schwarm erobern usw.) auf und lässt sie mit Hilfe des Buches unerwartet in Erfüllung gehen. So wünscht sich beispielsweise ein eher minderbemittelter Schüler, endlich der schlauste an der Schule zu sein, mit dem Effekt, dass alle anderen auf den Intellekt von Amöben reduziert werden.
Todd (Alex House), sein einarmiger bester Freund Curtis (Billy Turnbull) sowie Jenny (Maggie Castle) und Hannah (Melanie Leishman) haben daher alle Hände voll zu tun, die jeweiligen Auswüchse wieder geradezubiegen, nach und nach die Hintergründe in Erfahrung zu bringen und müssen sich dabei auch noch mit dem Schul-Counselor auseinandersetzen, der als Marionette eines Satanisten-Zirkels versucht, selbst des Buches habhaft zu werden.

Die Serie präsentiert sich im halbstündigen Comedy-Format und ist auch primär als humoristische bis satirische Auseinandersetzung mit dem Schulalltag amerikanischer Teenager anzusehen, wobei die fantastischen Elemente der Serie sehr gut funktionieren um die zahlreichen Absurditäten dieses Alltags herauszustellen. Der Humor ist manchmal eher subtil meist aber recht deftig bis hin zum Splatstick.
Schauspielerisch gibt es sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht wenig auffälliges zu vermelden, da oft auch gezielt Overacting als Stilmittel eingesetzt wird - wobei die Serie insgesamt einen sehr hohen, aber meist beabsichtigten Trash-Faktor hat, der ihrem Charme aber nur zuträglich ist.

Fazit:
Die Serie ist all jenen zu empfehlen, die Spaß an boshaften Humor mit Tendenz zum Blutigen haben und denen Buffy immer zu brav und seriös war.
Metal-Fans sollten vielleicht zusätzlich noch einen Blick wegen des feinen Soundtracks riskieren.

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