Alle Kurzkommentare


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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 23.11.2013 Anfangs etwas zähes Familiendrama, eingefangen in unschönen Sepiatönen, das seinen Unterhaltungswert leider etwas zu spät gewinnt, dann nämlich, wenn die Kämpfe beginnen, die in der Tat hart, schnell und in ihrem Ablauf manchmal unerwartet auf das letztlich doch zu Erwartende hinauslaufen. Insofern ist der „Rocky“-Vergleich schon nachvollziehen, allerdings bot dieser die bei weitem überzeugendere und auch rührendere Charakterzeichnung. Die Leistungen von Hardy, Edgerton und vor allem Nolte gehen absolut in Ordnung, es ist eher das Drehbuch, das manche Schwäche offenbart und für die simple Auflösung im Ring eigentlich zu viel bieten möchte. Denn am Ende denkt man irgendwie: Das tat gut, aber wozu das lange Blabla am Anfang? *weitere Informationen: siehe Profil

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Gavin O`Connor hat mit "Warrior" sicherlich einen der besten Filme des Jahres 2011 geschaffen. Mit Joel Edgerton und Tom Hardy in den Hauptrollen hat er ein Kampfsport Drama erschaffen welches wirklich bewegt und zu packen weiß. So ist alles mehr als stimmig und gut inszeniert. Storyaufbau, Charakterzeichnung, die Musik, die mitreißenden Kämpfe und vorallem die tollen Darsteller lassen die 140 Minuten Laufzeit wie im Fluge vergehen und schaffen es den Zuschauer zu bewegen. Neben den beiden Hauptprotagonisten ist aber auch ein Nick Nolte zu erwähnen welcher nicht umsonst für diese Rolle eine Oscarnominierung erhielt. 9,5 Punkte Der erste Kampfsportfilm seit "Rocky" der es geschafft hat das ich Gänsehaut bekommen habe.

8

Während The Fighter gleich zwei Oscars gewann, schaffte es ein ziemlich ähnlicher Streifen nicht einmal in die hiesigen Lichtspielhäuser. Dass Warrior den Weg der direkten Heimkinoauswertung ging, sollte jedoch keineswegs als schlechtes Vorzeichen gedeutet werden: Die mitreißende Geschichte rund um zwei zerstrittene Brüder, welche auf einem Mixed-Martial-Arts-Turnier miteinander konfrontiert werden, birgt ein hohes Maß an emotionaler Durchschlagskraft. Nach einer reichlich ruhigen, aber dennoch einnehmenden Einführung der Figuren ist die zweite Filmhälfte von einer Vielzahl packender und, dank der feinfühligen Vorarbeit, sehr intensiver Kampfszenen geprägt. Tom Hardy und Joel Edgerton geben eine fabelhafte Vorstellung als ungleiche Geschwister ab, während Nick Nolte als nach Vergebung suchender Vater brilliert. Ein eindringliches Sportler-Drama, welches völlig zu Unrecht so wenig Beachtung fand.

8

Wow, wo bitte kommt dieser Film her? Aus dem Nichts! Wieso war diese Bombe nicht im Kino zu sehen? Fragen. Aber was solls, die Antworten sind nichtig, was zählt ist das sich einer der besten Filme des Jahres 2011 darbietet. Die Aufmachung macht zugegeben nicht viel her. Ein weiterer Hau-Drauf-Klopper ala Undisputed und Konsorten möchte man meinen. Weit gefehlt. Hier steckt eine richtige Geschichte mit ganz viel Gefühl drin, jeder Menge Nebenschauplätzen die sich geschickt zu einem außergewöhnlich guten Gesamtgeflecht verbinden. Es dauert zwar etwas bis das Konzept zündet, aber dann. Ja, es ist wirklich beeindruckend was für eine Geschichte sich aus den beiden vermeintlichen Parallelhandlungen bildet. Diese mag dann vielleicht doch etwas weit her geholt sein, aber das kommt überhaupt nicht negativ zu tragen. Insgesamt alles mehr als richtig gemacht.

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