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Nu Image oder Asylum? Not oder Elend? Pest oder Cholera? Egal wie die Wahl ausfällt, der Zuschauer wird immer nur verlieren, falls er sich mit einem unangemessenen Ernst in seinen Sessel flanscht und dabei nicht das alkoholische Sixpack und geöffnete Chipstüten rotieren lässt. Und nur so lässt es sich auch ertragen, dass uns mit jeder weiteren Produktion aus den berüchtigten Billigschmieden eine weitere Niederung des Monster-Tier-Horrors mit all seinen ausgetrampelten Pfaden erwartet, dessen größten Grausamkeiten in den schauspielerischen Leistungen sowie den miesen Trickeffekten bestehen.

Die Fortsetzung von „Mega Shark vs. Giant Octopus" bildet da auch keine Ausnahme. Und man muss schon sagen, die Macher bewiesen Mut, von Anfang an auf die Spaßtube zu drücken, denn sowohl Riesenfisch als auch Riesenhandtasche sind äußerst zeigefreudig und beweisen darüber hinaus auch Mut zur Hässlichkeit, wenn sie ihre grobpixligen Körper durch die maritimen Landschaften wälzen, ohne sich in dieser allerdings so richtig wohl zu fühlen. Und wohl fühlen sich auch nicht die Hauptakteure, zwei Spezialisten, einer als Haiexperte und der andere als Krokodilfachmann. Beide sind dabei ständig im Klug-Scheiß-Modus, machen auf sinnlose Art sich gegenseitig madig, um dann am Schluss dann doch einträchtig zusammen zu arbeiten.

Und auch das Militär ist zum x-ten Mal gefordert, und wie auch schon zum x-ten Mal völlig zu doof, mit ihren Waffen mal eben aufzuräumen. Da wird aus allen Kanonenrohren gefeuert, Torpedos auf Reisen geschickt und aus der Luft mit einem ganzen Geschwader angegriffen, natürlich alles für die Katz. Da wird auch mal so ein Atom-U-Boot verschluckt, weil's gerade in Futterreichweite unseres Sharkys war. Aber mit ein paar Pistolenschüssen am Strand kann der eine Experte mal eben sich das Crocomonster vom Leibe halten.

Doch solche Dinge sind innerhalb des immer dünner werden Plots ohnehin Nebensache, denn wenn's um Logik geht fragt man sich noch ganz andere Sachen. Warum zum Beispiel wartet man nicht erst mal ab, wenn sich die beiden Hauptakteure selbst bekriegen und gibt dann dem Überlebenden den Rest? Warum will man ein Gerät des Haiexperten einsetzen, mit dem man Haie verjagt, aber nicht anlockt? Um warum springt letzterer in regelmäßigen Abständen immer schön über das Schiff wie Flipper in der Kindervorstellung im Delfinarium am Sonntagnachmittag? Der weiße Hai war da nicht so blöd, der hat die feindliche Nussschale einfach versenkt, indem er druffgesprungen war.

Und so ist die Benotung wieder so eine Sache, denn für ein paar Lacher sollte man dann auch mal die Spendierhosen anhaben und mir ist es auch egal, ob die Komik gewollt war oder nicht, nur das Endprodukt zählt und das ist so beschissen, dass man es zwar nicht schon wieder gut finden muss, aber langweilig war mir auch nicht. Und dass ein dritter Teil mit unserem Megafischlein kommen muss, ist ja wohl logisch, denn glaubt wirklich jemand, im finalen Endkampf ist das Vieh detoniert mit einer Atombombe im Wanst? Wenigstens hier sollte die Logik mal passen, eigentlich...

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