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Innerhalb des allseits beliebten Trashfilms wurden in den letzten Jahren die kuriosesten Verbindungen zwischen zwei Spezies ("Sharktopus" oder "Piranhaconda"), zwischen Spezies und Naturkatastrophe ("Sharknado") oder dem typischen "Jaws"-Abklatsch mit prähistorischem ("Jurassic Shark") bzw. mystischem ("Ghost Shark") Einschlag zu Tage gefördert. Kein Wunder, dass sich aufgrund des ungeheuren Erfolgs und Beliebtheit solcher Creature-Movies auch interessante Paarungen hinter den Kulissen bilden, so dass es kaum verwundernswert ist, dass man mit Christopher Ray, einen Spross des Trashpapstes Fred Olen Ray, als Regisseur eines Films der berühmt-berüchtigten "The Asylum"-Schmiede gewinnen konnte. Böse Zungen werden behaupten, dies sei eine kuriose Verbindung, die nur noch von der Handlung des daraus resultierenden Films namens "Mega Shark versus Crocosaurus" übertroffen wird.
Der Name "Olen Ray" im Zusammenhang mit "The Asylum" - Fans des Trashfilms sehen da sicherlich zu Recht Grund für die schlimmsten Befürchtungen, die in einer ungeheuren filmischen Katastrophe gipfeln könnten - aber: es geschehen noch Zeichen und Wunder und so überrascht das Endprodukt, bei dem ein prähistorischer Urzeit-Hai - ein Megalodon - auf ein riesiges Krokodil trifft, mit sehr viel Einfallsreichtum, einem hohen Action-Anteil und - für die äußerst bescheidenen "Asylum"-Verhältnisse - ordentlichen computeranimierten Effekten, die gemessen dem dargestellten Szenario, durchaus gelungen sind.

Das Treiben, das anfangs mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt wird, die schnell zu einer einheitlichen Storyline zusammen geführt werden und dabei unzählige Attacken der beiden Kreaturen in den Fokus stellen, nimmt sich während des gesamten Films wieder einmal todernst - dennoch sorgt das völlig sinnfreie Aufeinandertreffen zweier prähistorischer Monster für Unterhaltung - auch wenn man sich insgesamt mehr Biss und ein paar Schenkelklopfer gewünscht hätte.

Im Vergleich zum drei Jahre später produzierten "Sharknado", der mit einem riesigen Hype im Internet promoted wurde, wirken die preisgünstigen Animationen viel professioneller und können sich mit anderen Filmen diesen Kalibers messen.
Das Krokodil als auch der Hai sind gut in Szene gesetzt und vor allem die zahlreichen und spektakulären Desaster-Sequenzen können sich sehen lassen - hier wird dem Zuschauer (obwohl man thematisch nicht damit gerechnet hätte) exakt das geboten, was ich mir unter einem Titel wie "Sharknado" gewünscht hätte.
"Mega Shark versus Crocosaurus" wird einem trashigen B-Creature-Movie durchaus gerecht und feuert ein pausenlos ein aufwändiges Bombardement an Attacken, Zerstörungen und Explosionen ab.
Mit etwas mehr Witz hätte "Mega Shark" 2010 Anwärter auf den Titel werden können, den "Sharknado" ungerechtfertigt zu Teil wurde: "Hailight" des Jahres.

7/10

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