Elwood Lombardo die erste ist ein knapp 20 minütiger Kurzfilm aus deutschen Amateurhallen und soll wohl so etwas sein wie die Antwort der Independant Filmszene auf James Bond. Ein finsterer Dr. Sullivan (naja eher eine finstere) klaut Lombardo seinen legendären Nullpunktkontinator (!) um damit einen Laser zu bestücken der die männliche Bevölkerung verklaven soll (!!) aus Rache für eine Beziehungsabfuhr. Zwar gelingt es ihr Lombardo zu entführen, aber mittels einer Kreissäge in der Armbanduhr und einem zu einem Panzer umgebauten Kleinwagen kann die Welt gerettet werden.
Die Handlung kann man natürlich beim besten Willen zu keiner Sekunde ernst nehmen, aber das ist auch nicht das Ziel dieses Kurzfilms. Vielmehr ist das ganze chaotisch spaßig angelegt, wenn als hypermoderne Lasersteuerung eine handelsübliche Super Nintendo Konsole herhalten muß, oder wenn Flashbacks als Stummfilm Intermezzo dirigiert werden, kann der Zuschauer sich nur gepflegt wundern und anfangen zu grinsen.
Insgesamt ist die Sache sogar ziemlich amüsant geraten. Die Egoshooter und Matrix Einlagen sorgen für harmloses Unterhalten, allerdings muß man naturbedingt auch Amateurfilmabstriche machen. So ist die Bildqualität schlichtweg einfach nur krieselig pixelig, teures Equipment stand da definitiv nicht zur Verfügung. Auch die häufigen CGI Einlagen sind genau genommen eine Katastrophe, wirken aber im Gesamtkontext eher noch ebenfalls erheiternd. Die Darsteller sind ebenfalls alles andere als überzeugend, schienen aber eine gesunde Portion Fun beim Dreh gehabt zu haben. Positiv muß man dagegen die klar verständlichen Audioabmischung erwähnen und der Soundtrack ist absolut fetzig und gelungen. Elwood Teil eins macht ganz gut Spaß, bin schon auf den zweiten Teil gespannt und zum Glück liegt der gut bestückten DVD auch die Soundtrack CD mit dabei.
6/10