Inhalt:
China, oder Korea, in einer früheren Epoche. Tiger So (Hwang Jang Lee) steht dem Geheimbund der Ninja in der Region vor. Er ist ein Usurpator, der sich durch die Ermordung seines Vorgängers die Macht in diesem Geheimbund sicherte.
Um seine Macht auszubauen, soll einer seiner Schergen in einem Kampf-Turnier, in welchem die Tochter des KungFu-Meisters "Evergreen" (Lee Ye-Min), die schöne Su San ( Winnie Lui), dem Sieger zur Braut werden soll, gewinnen.
Doch bleibt ein anderer, der KungFu-Fighter Dragon (Dragon Lee) in diesem Turnier siegreich..., ihm wird Su San als Braut versprochen.
Darauf hin wird Su San von den Schergen Tiger So´s entführt, ihr wird von Tiger So ein Märchen hinsichtlich ihrer Herkunft aufgetischt, und die junge Dame zudem noch brutal gefoltert.
Später wird auch noch "Evergreen" von den Ninjas entführt, Tiger So will an das Vermögen des Meisters.
Dragon will seine zukünftige Frau befreien. Ihm stehen alsbald eine attraktive KungFu-Kämpferin (Seo Jeong-Ah aka Petty Suh) und deren Freund (Lim Ja-Ho), ebenfalls ein starker KungFu-Fighter, zur Seite. Sie begeben sich auf den gefahrvollen Weg zur Festung des Tigers, viele Kämpfe sind zu bestehen.
Schließlich kommt es in der Festung von Tiger So zum Show-Down, die 3 stürmen die Redidenz des Tigers..., ein blutiger Kampf auf Leben oder Tod nimmt seinen Lauf...!
Fazit:
Im Jahre 1982 dirigierte B-Eastern-König Godfrey Ho diesen kurzen, insgesamt unterhaltsamen wenngleich auch billig gestalteten KungFu-Actioner als eine Mischung aus Ninja-Persiflage und Bruce Lee-Parodie, als tempogeladene Eastern-Komödie und Ninja-Klamotte.
Die Storyline ist sehr dünn, eine einfache Geschichte, wird relativ locker und flüssig erzählt, die Atmosphäre eines B-Eastern ist gediegen, und die gar teils pittoresken, südkoreanischen Locations gut gewählt.
Ein Film, ein KungFu-Actioner..., ein B-Eastern der nur rein unterhalten will, und mehr oder vielleicht auch weniger gewollt, Ninja-Welle und Bruce Lee-Filme parodistisch-persiflierend aufs Korn nimmt.
Das ist sogar soweit gelungen..., das Tempo stimmt, die KungFu-Action rockt..., und wenn nicht einige skurrile Moves und irreale Aktionen gewesen wären, wäre "Die Vollstrecker der Ninja" auch ein richtig runder, komödialer B-Eastern-Actioner geworden.
Einige Moves sind überzogen, einige Trick-Einlagen wie der Bowlingkugel- oder Feuer-Einsatz im Finale, einige Ninja-Gimmicks oder Radschlage-Orgien, dienen dazu die Action visuell aufzupeppen, und weniger wäre hier "mehr" gewesen, hätte das Ganze nicht fast in den Trash-Bereich gezogen.
Aber die KungFu-Action ist so voller Agilität und Körperbeherrschung, die kernigen, klasse Fights sind rasant-dynamisch vorgetragen und klassische Techniken werden von echten Kampfkünstlern wie Dragon Lee, Hwang Jang Lee und dem relativ unbekannten aber exzellent fightenden Lim Ja-Ho dargeboten.
So macht denn "Die Vollstrecker der Ninja" dem eingefleischten Eastern-Fan doch noch Spaß, und man konsumiert den Streifen als "KungFu-Komödie für zwischendurch" noch wohlwollend. Mir ging es jedenfalls so..., und für einen Eastern von B-König Godfrey Ho war das noch durchaus annehmbare Kost.
Etwas ratzfatz mündet eine einfache Story -ein junger Mann will im Verbund mit einem Pärchen seine Braut aus den Fängen eines Bösewichts befreien, und eine gefahrvolle Mission zur Festung des Villains ist zu bestehen- in ein KungFu-Action-total-Finale..., und die Fights rocken den Film noch aus allen Mätzchen und Schwulitäten.
Dragon Lee ist hier der Held, und spult seine darstellerisch wenig gehaltvolle, aber actionlastige Rolle runter.
Villain Hwang Jang Lee ist wesentlich öfters im Bild..., und mimt einmal mehr die Rolle des verschlagenen Bösen routiniert. Beide Darsteller sind denn natürlich mehr Kampfkünstler..., und reißen mit ihrer brillanten Technik diesen Streifen mit aus dem Feuer.
Überraschend kann Lim Ja-Ho mit den beiden kampftechnisch super mithalten, klasse Technik, starke Skills. Und seine Rolle gefiel mir hier sogar am Besten..., sachlich-trocken, ernsthaft und sein Charakter ist ein fairer Typus.
Die beiden Damen im Cast..., Seo Jeong-Ah..., sich erst wenig überzeugend als Mann ausgebend, fightet sie ebenso überraschend gut mit, ihr weißes Outfit macht sie irgendwie zur Amazone.
Und sie sorgt wie Winnie Lui auch für die Sexploitation-Ansätze in diesem Film..., Auspeitschungen und Sex-Sequenzen inklusive.
Und so sieht man auch, dass beide Darstellerinnen Figur haben, Winnie mit Traumbusen..., und auch Seo Jeong-Ah kann sich da sehen lassen.
Um beide Actricen von der Bettkante zu schubsen..., dazu müsste ich nun wirklich schon mit Kelly Rohrbach verheiratet sein.
"Die Vollstrecker der Ninja", ein B-Eastern von Godfrey Ho, hat seine vermeidbaren Schwächen, hat aber auch gute Ansätze hinsichtlich einer Bruce Lee-Parodie und einer Ninja-Persiflage, ist ein rein unterhaltender, schneller KungFu-Actioner..., und eher ein Eastern "für zwischendurch". Die KungFu-Action, abgesehen von einigen überzogenen Momenten, ist dank brillanter Kampfkünstler wie Hwang Jang Lee, Lim Ja-Ho und Dragon Lee, sowie kernig-rasanter Choreos aber noch absolut annehmbar.
6/10.