Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 03.04.2008

Ein sehr lebendiges Portrait der mexikanischen Malerin Frida Kahlo, das mit einem farb- und experimentierfreudigen Bilderreigen, toll gespielten Hauptrollen (Salma Hayek, Alfred Molina) und prominenten Cameos (Ed Norton, Antonio Banderas, Geoffrey Rush) zu überzeugen weiß. Erzählerisch bleibt das mit Herzblut vorgetragene Werk aber gewöhnungsbedürftig. Eher als die Protagonistin steht die soziale Dynamik zwischen ihr und ihrem Freund, Lebensgefährten, größten Vertrauten, Liebhaber und (eigentlich) auch Ehemann Diego Rivera (Molina) im Zentrum. Da der Film von diesem Zentrum der Erzählung aber immer wieder wegschwenkt, um sich doch wieder stärker auf Frida zu stützen, wirkt das oftmals wie ein Zwang, eben dem Titel bzw. der ihm zugrundeliegenden Prämisse gerecht zu werden. Stünde dieses Problem nicht im Raum, wäre "Frida" wohl eine der besten Künstlerbiografien, denn gestalterisch ist rein gar nichts an dieser Arbeit auszusetzen.

*weitere Informationen: siehe Profil

Details
Ähnliche Filme