Unter Führung des erfahrenen Major Jones zieht eine kleine Elite-Einheit des neu gegründeten "30 Commando" in ihren ersten Einsatz. Die acht zu allem bereiten Soldaten werden tief in das Gebiet des besetzten Norwegens eindringen, um dort Informationen über eine revolutionäre Radar-Technologie der Nazis zu stehlen und die zugehörige Anlage zu zerstören. Das Gelingen ihrer Mission ist entscheidend für den Ausgang des Krieges. Die kleine Gruppe kämpft sich durch die Schneewüste des nördlichen Polarkreises. Sehr viel schneller als erwartet entdecken die Nazis die Eindringlinge.
Es ist mal wieder Weltkriegszeit. Diesmal allerdings nicht an den gängigen Schlachtfeldern, sondern diesmal geht es nach Norwegen, um das deutsche Radarsystem Freia zu stehlen und die bestehende Anlage zu Klump zu ballern, da durch diese HiTech sämtliche britischen Bombardierungen frühzeitig entdeckt und vereitelt wurden.
Allzu viel Geld stand den Produzenten aber offensichtlich nicht zur Verfügung. Bei den Requisiten achtete man zwar noch auf authentische Uniformen etc. aber die Sets sind meist doch sehr spärlich ausgefallen. Meist wird irgendwo im Wald oder auf der Drillwiese agiert und selten sind mehr als zehn Leut im Bild, wer also auf massive Schlachten steht, ist bei Age of Heroes (der Name klingt irgendwie, wie ein Computerspiel) am falschen Kriegsschauplatz.
Ohne Reiz ist der Film aber dennoch nicht. Erfreulicherweise wird auf übertriebenen Hurra Patriotismus weitgehend verzichtet. Klar, die Nazis sind die bösen, erschießen zum Zeitvertreib Zivilisten und so weiter, aber das ist in den (überwiegend) amerkianischen Kriegsfilmen meist noch übler gezeichnet.
Der Film läßt dabei seine Protagonisten nicht gleich ins kalte Wasser gleiten. Erst muß der ausgesuchte Trupp zusammengestellt und einer der Soldaten, unser Held natürlich, aus dem Militärgefängnis geholt werden. Dann steht der Drill in Vordergrund, et voila, die erste Spezialeinheit ward geboren und dient später sogar der bekannten SAS Truppe als Vorbild, denn Age of Heroes basiert mal wieder, wie zwei Drittel aller Neuerscheinungen, auf realen Ereignissen.
Trotz des gezeigten Minimalismus entwickelt sich ein solider Kriegsfilm mit viel Geballer und solider Special Force Action. Hätte zwar gerne noch das Ende gesehen, aber meine DVD Player kündigte kurz nach dem Überfall auf die SatAnlage den Dienst. Bis dahin wars aber absolut ansehnlich, auch wenn ich Sean Bean schon lebhafter hab spielen sehen.
6/10