5
Der Doppelgänger eines Psychopathen zu sein, ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Und Dominic Cooper spielt den Psycho wirklich abstoßend gut. Wir tauchen ein in eine faszinierende und doch zutiefst verabscheuungswürdige Welt der Husseins. Leider hat der Film seinen ganzen Etat für die Kulissen ausgegeben. Für Fimmusik blieb da wohl nichts mehr übrig. Auch sonst ist der Film todlangweilig, es zieht sich, ist zäh gemacht und absolut unspannend. Das Ende mehr als unglaubhaft, ich bezweifle, dass es sich so zugetragen hat. Von einem Lee Tamahori hätte ich mehr erwartet, sein Hochglanzprodukt bleibt zu steril und vorhersehbar. Keine Seele und null Spannung. Schade.
7
kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 03.07.2013 Lee Tamahori setzt Latif Yahias Biografie zwar um wie ein Bling-Bling-Musikvideo, doch dafür gelingt ihm dann doch ein erstaunlich packendes Biopic, was aber wohl auch zu großen Teilen an der starken Leistung Dominic Coopers liegen dürfte: Der fasst den totalen Wahnsinn der einen und Argwohn sowie Verzweiflung der anderen Figur in eine hervorragende Gesamtleistung. Inhaltlich wird man auf „The Devil’s Double“ nicht allzu viel geben dürfen, Tamahori findet aber immerhin eine vollkommen neue Perspektive auf Saddams Regime und dessen Saat. *weitere Informationen: siehe Profil