Zwei Grabräuber werden in einer Gruft der verstorbenen Gloria plötzlich eingeschlossen, als sich die Tote aus ihrem Sarg erhebt und die beiden umbringt. Wie danach die Untote in ihrem Leichenhemd in Zeitlupe über den Friedhof rennt, könnte man sich an Filme von Jean Rollin erinnert fühlen, doch es soll ganz anders kommen. London: Glorias Freundin Elvira besucht den Guru Krishna, den sie sehr verehrt. Trotz der Vorsichtswarnungen ihres Freundes, des Psychiaters Laurence, besucht sie den indischen Heiligen auf dessen Anwesen Langwell, um vom Tod ihres Vaters Abstand zu bekommen. Ihre Visionen von der untoten Gloria sowie auch anderen Personen aus Langwell, tut dem Erholungstrip im Feriendomizil keinen Abbruch. Statt dessen entwickelt sich eine wilde Geschichte mit hinduistischem Sektentum, Voodookult mit Zombies und Satanskult. Als wenn es nicht schon reichte, dem Zuschauer Paul Naschy als Inder verkleidet den erleuchteten Guru spielen zu lassen, steuert Klimovsky in ein buntes Potpourri von Unglaublichkeiten, die zumindest immer wieder durch ihre naive Art der Darstellung erheitern können. Nicht nur die Botschaften des Westentaschen-Osho über Selbstfindung laden zum Schenkelklopfen ein, sondern sämtliche Darsteller sind ein exemplarisches Beispiel für Drittklassigkeit. Das wirre Drehbuch führt den Zuschauer zwangsläufig in die Irre, was in diesem kleinen B-Movie gewiss kein Pluspunkt ist, denn da werden wahllos krude Ideen aus dem Ärmel geschüttelt, dass man ernsthaft daran zweifelt, ob Regisseur Klimovsky unter Drogeneinfluss stand oder selbst ein Opfer Baghwans war. Typisch für solchen Naschyschund ist die annähernd statische Drehweise, besonders die Untotenszenen in Zeitlupe sind nur für schwerstabhängige Psychedeliker geeignet. Wer aufgrund des reißerischen deutschen Titels eine Zombie-Splatter-Granate erwartet, wird enttäuscht sein, denn Gesplatter gibt es bis auf eine lustige Enthauptung kaum und die blutigen Morde werden zumeist durch einen maskierten Killer im "Phantom Der Oper"-Outfit ausgeführt. Da bewegt man sich ebenso auf Trashniveau und die Zombies, die nur auf Geheiß ihres Meisters töten, sind mit den bleichgeschminkten Gesichtern nichts für Fans von Italo-Zombie-Splatter. Es scheint fast überflüssig, zu erwähnen, angesichts der damals vorherrschenden Hysterie wegen der Baghwahnsekte, dass die westliche Aufklärung überlegen ist, so auch in einem Horrortrasher, der eigentlich nur vom Kampf vom Guten gegen das Böse erzählt, dazu allerdings obskure Kapriolen schlägt.
Fazit: Vernebelte Naschyfans und Trashliebhaber werden entzückt sein, alle anderen eher entsetzt über den grellen Religionsschund mit einer Reihe Toten und Untoten. 5/10 Punkten