Review
von Leimbacher-Mario
Staffel 11 - 5,5/10
Staffel 11
Asozialer Abschied
„Shameless“ hat nach dieser elften Staffel (endlich?) sein Ende erreicht - doch die Gallagher-Familie merkt das kaum (kämpft mit Umzügen, Familienzuwachs und Frank mit einer alkoholischen Demenz, die ganz klar in Richtung seines Endes deutet). Und die Produzenten leider ebenso wenig…
Ich bin wirklich enttäuscht von der letzten Staffel „Shameless“ (US). Um nicht zu sagen verärgert. Zwar lief die (eigentlich richtig tolle) Serie eh schon deutlich zu lang und begleitete mich quasi komplett durch die 2010er - dennoch hatte ich mir vom „Finale“ dann doch deutlich mehr versprochen. Die Gallaghers hätten auch einfach mehr verdient gehabt. Zwar gibt’s auch in dieser Season 11 ein paar nette Momente und Handlungsbögen (z.B. mal wieder Ian & Mickey). Und natürlich hat man als langjähriger Begleiter ganz am Schluss vielleicht sogar ein Tränchen im Auge Frank und seine ulkigen Nachfahren endgültig ziehen zu lassen. Doch für jedes kleine Highlight und letzte Goodbye gibt es in diesem halbgaren Finnish leider mindestens eine Enttäuschung. Fiona kommt nicht(mal kurz) zurück. Etliche Handlungsstränge bleiben unaufgelöst. Franks Abgang ist mal komplett unwürdig. Um nur mal ein paar der dicksten Patzer aufzuzählen. Und insgesamt wird man einfach das Gefühl nicht los, dass dieser Schluss recht kurzfristig kam und so nicht geplant gewesen sein kann, darf, sollte. Wodurch mir die Serie immer noch nicht komplett kaputt gemacht wird - mich jedoch mit einem traurigen Gefühl loslassen lässt…
Fazit: leider sowohl was die einzelnen Figuren, deren Handlungsstränge als auch den allgemeinen Abschied betrifft - nicht das große, würdige Finale, das die Serie eigentlich verdient hätte… Dennoch: Einmal Gallagher, immer Gallagher! Chicagos Finest. (5,5/10)