Ehemalige Wrestler sind in der Regel keine allzu überzeugenden Darsteller und auch Kurt Angle in der Rolle eines Sheriffs macht da kaum eine Ausnahme. Der Rest der Angelegenheit ist allerdings auch nicht allzu erquickend, denn was hier an Morden und Effekten geboten wird, ist B-Movie-Niveau der Achtziger.
Eine namenlose Kleinstadt in den Staaten: Als eine junge Frau eines Nachts ermordet wird, steht Sheriff Will Logan (Kurt Angle) vor einem Rätsel, denn es gibt weder Zeugen, noch ein Motiv, lediglich eine Tafel mit der Aufschrift „Hix“. Logan forscht bei den Älteren im Ort nach und gerät an einen Vorfall, der sich vor dreißig Jahren ereignete, als eine Bürgerwehr einen Vater mitsamt seinen beiden Söhnen ermordete…
Solange man die Schlächter nicht zu Gesicht bekommt, ist noch einigermaßen Suspense im Spiel und einige der nächtlichen Kulissen vom Bootssteg bis zum Angelladen wurden gar einigermaßen atmosphärisch ins rechte Licht gerückt.
Doch als man die Gesichter der Rachegeister sieht, wähnt man sich in einem drittklassigen Zombiefilm: Angeklatschtes Latex in Grautönen, gelbe Kontaktlinsen und starre Gesichter, die ab und an die Zähne fletschen, - grausig im Sinne von dilettantisch.
Für Figurenzeichnungen nimmt man sich erst gar keine Zeit, sondern grast ein Redneck-Klischee nach dem anderen ab, wobei die Figur des Helden am wenigsten Hintergrund erhält. Logan ist ein schlichter, rechtschaffener Mann, ein wenig wortkarg, aber ohne jegliche Facette. Die Background-Story um das Rachemotiv geht soweit in Ordnung, man hat diese jedoch bereits x-fach origineller verpackt erleben dürfen.
Alle weiteren Mitwirkenden fungieren eher als Stichwortgeber, wie ein alter Angler, eine Verrückte in der Kirche oder Logans einstiger Rivale, der zum Ende das Gesetz selbst in die Hand nehmen will.
Ohne Raffinesse oder Gespür für kribbelnde Konfrontationen geht man bei den Ableben zu Werke: Mal ist es ein Säbel im Bauch, ein Fischerhaken in der Brust oder ein Beil im Rücken.
Bis auf einen kurz angedeuteten Computereffekt, der fast schon comicartig anmutet, sieht man eher die Leichen, als die Hiebe selbst, wobei der Splattergehalt äußerst gering ist.
So latscht Sheriff Logan vom Alten im Angelladen in die Dorfkneipe, dann wieder in die Kirche, glaubt lange Zeit nicht an Übersinnliches und wie aufs Stichwort kommen drei Spinner ins Spiel, die sich als Geisterjäger versuchen, da von der Mordserie in der Zeitung zu lesen stand. Immerhin kommt zum Showdown noch ein minimaler Twist zustande, welcher das zunächst kontextlose Intro erklärt, doch überrascht wird man vom Ausgang beileibe nicht.
„River of Darkness“ ist so austauschbar und witzlos wie sein Titel. Schwache Darsteller, eine miese Synchro, bescheuerte Dialoge fernab jeder Authentizität und lahm in Szene gesetzte Morde sind zwar nicht so grottig wie die Erscheinungen der Rache-Typen, doch da die Chose nie wirklich trashig erscheint, unterhält sie allenfalls am Rande.
Bis auf ein paar wenige atmosphärische Momente bietet das Gesamtbild weder Stoff für Freunde des Slashers, noch für Horrorfans im Allgemeinen:
Beliebiges und vergessenswertes Zeug,
3 von 10