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Eine Phantomarmee, die immer dann zuschlägt, wenn das Unrecht Überhand nimmt. Überall auf der Welt kommt die Megaforce zum Einsatz, eine Truppe aus Leuten von überall her. Einer schnieker als der andere (aber keine so wie Ace Hunter), draufgängerisch und nie um einen dummen Spruch verlegen. Die neueste Bedrohung lautet Duke Guerera, der macht böse Sachen und muss gestoppt werden. Und die macht er irgendwo, irgendwie. So genau weiß man's nicht.

Mitproduziert von Mattel, die den G.I. Joe-Figuren vom Konkurrenten Hasbro etwas entgegensetzen wollten. Dabei ist der Film betont tötungsfrei und es gibt nicht einen Kill zu sehen. Und das trotz der ganzen Militanz, die hier bebildert wird. Doch nicht nur das macht aus dem so action-gewollten Szenario eine recht fade Angelegenheit. Denn zwischen all dem hohlen Gequassel, das nicht mal immer einen Sinn ergibt, und dem eingestreuten Krachbumm findet man verunglücktes Design, egale Charaktere und den unbedingten Willen, neues Spielzeug zu etablieren. Und eine furchtbar gebastelte Sprung-Fallschirm-Sequenz.
Dazu hat man diverse Figuren am Start, allerlei Vehikel und natürlich auch eine ausladende Basis. Alles hochmodern natürlich. Mattel selber kümmerte sich auch ums Kostümdesign; irgendwo nachvollziehbar aus werbestrategischer Sicht, optisch aber kein Knaller. Gleiches gilt für die Action, durch die die Jungs mit den Fönfrisuren in ihren goldenen Stramplern müssen und die sich tatsächlich noch in diese Parade von bekloppten Dialogen verirrt. Da gibt’s dann immerhin allerhand feuriges zu sehen, Gegner zerlegt man aber keine. Nie. Als ob man permanent leere Kulissen zerstört. Da wirkt auch der Showdown völlig verpeilt unkoordiniert bildlich zusammengestümpert. Es kracht, es zischt, passier'n tut nischt.

Man könnte hier lang und breit jede einzelne Stumpfheit in diesem Machwerk aufzählen (das fliegende Motorrad), aber das wäre zu viel des Guten. Da hilft auch die Nationalgarde aus Nevada nichts, die beim Dreh mitmischte und einiges an Equipment bereitstellte."MegaForce" wirkt wie eine Parodie, die sich ernst nimmt. Dabei war der harmlose Ton ja sogar beabsichtigt (die deutsche Synchro wahrscheinlich weniger), doch trägt er einfach nicht zum Unterhaltungswert bei. Dieser ergibt sich, so man denn will, eher aus dem  Trashfaktor dieses Reinfalls, der immerhin zwanzig Millionen Dollar kostete. Am Ende war's für Mattel ein Minusgeschäft. MegaFurz. Höhö. Auch nicht schlimmer als das, was man hier sonst so zu hören bekommt.

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