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Agenten und Spezialermittler haben beim Publikum derzeit Hochkonjunktur. "24" und "C.S.I." heißen die Favoriten - und natürlich "Alias", die Hitserie mit Jennifer Garner (Daredevil).

Agentin Sydney Bristow (Jennifer Garner) glaubt für die CIA zu arbeiten. Als sie dies ihrem Verlobten anvertraut, wird dieser kurz darauf ermordet. Durch ihren Vater Jack (Victor Garber) erfährt sie, dass SD-6 keine Abteilung der CIA ist, sondern eine Verbrecherorganisation. Nun arbeitet Sydney gemeinsam mit ihrem Vater als Doppelagenten für die echte CIA und versucht so, SD-6 zu zerstören und ihren Boss Arvin Sloane (Ron Rifkin) hinter Gitter zu bringen. Doch das stellt sich schwieriger heraus, als gedacht. Unterstützung bekommt Sydney dabei von CIA-Agent Michael Vaughn (Michael Vartan). Später findet Sydney heraus, dass ihre totgeglaubte Mutter in Wirklichkeit Irina Derevko (Lena Olin) ist und ebenfalls zu einer Verbrecherorganisation des ehemaligen KGB gehört. Als Undercover-Agentin lebte sie in der USA, wo sie Jack Bristow heiratete und mit ihm eine Tochter hatte - Sidney. Um unterzutauchen, inszenierte sie ihren eigenen Unfalltod. Unter dem Codenamen "The Man" steht sie der "Allianz" vor und bekommt es nun mit ihrer eigenen Tochter zu tun...

So gut wie alle Darsteller spielen in der Serie ihre Rollen überwiegend glaubwürdig und gut. Jennifer Garner ist wohl die Idealbesetzung der Sydney Bristow. Ron Rifkin (Verhandlungssache) gibt einen diabolischen sowie realistischen Schurken ab. Ihm nimmt man das korrupte Arschloch vom Dienst wirklich ab. Der smarte CIA-Agent Vaughn wird von Michael Vartan (Sand) gut verkörpert. Bradley Cooper (Spurwechsel) spielt Sydneys Freund und den Reporter Will, der mal ausnahmsweise ein normaler Durchschnittsbürger ist und kein ausgebildeter Agent oder ein korrupter Schurke. Jack Bristow wird von Victor Garber (Titanic) sympathisch und geheimnisvoll zugleich dargestellt. Eine wirkliche Glanzleistung liefert Lena Olin (Hollywood Cops) als Sydneys Mutter ab, bei der man nie wirklich weiß, welchen Plan sie im Endeffekt verfolgt. Abgerundet wird die Serie noch von zahlreichen Gastauftritten. Quentin Tarantino (From Dusk Till Dawn), Ethan Hawke (Training Day) und Christian Slater (True Romance) sind nur drei davon.

Action gibt es in "Alias" zwar auch viel, aber dennoch ist sie so dosiert, dass sie nicht die ganze Serie einnimmt. Die Serie besticht überwiegend aus guten Darstellern, spannenden Plots und unerwarteten Wendungen. Jennifer Garner sorgt zudem noch in ihren vielen Undercover-Rollen für eine gute Portion Erotik. Ab und zu gibt es auch etwas Humor.

Anfang der 90er waren es die Mystery-Serien (z.B. Akte X, Buffy, Xena), die das Publikum vor die Glotze lockten. Doch im Laufe der letzten Jahre haben sich die Feindbilder geändert. Nicht mehr Aliens, Vampire oder rachsüchtige Götter bedrohen die Menschheit, sondern Terroristen, Killer und ominöse Geheimorganisationen. Kameraführung und Dramaturgie begnügen sich dabei nicht mit den für das Fernsehen üblichen Standards, sondern könnten streckenweise aus einem teuren Kinofilm stammen.

"Alias" gehört für mich neben "24", "Dark Angel", "Friends", "King of Queens" und "Special Unit 2" zu den Favoriten im TV-Programm. Solch gute Serien gibt es wirklich nicht allzu oft.

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