In der siebten (und für Prinzessin Meghan letzten) Staffel der beliebten Anwaltsserie werden Hochzeiten geplant und verhindert, Fusionen vollzogen und weiterhin im feinsten Zwirn für die Gerechtigkeit gekämpft, Harvey ist zwischen zwei Frauen, zwischen Privatleben und Beruf hin- und hergerissen, Louis findet dank seines treuen Psychologen zu innerer Stärke und ganz nebenbei wird auch noch ein „Pearson“-Ableger in Chicago vorbereitet. Viel zu tun also in 16 Episoden, die nun endlich komplett auf Netflix zu sehen sind. Was mir an dieser vor-vorletzten Staffel gut gefällt und wo die Serie schonmal besser war?
SPECTER/LITT
+ immer noch (und passend zum Titel) geile Anzüge (und Mode insgesamt)
+ Harvey ist mittlerweile ein nicht nur ikonischer und cooler Charakter, auch ein recht tiefer und vielschichtiger
+ Popsongs - aber gute. Und effektiv eingesetzt
+ Donna!!!
+ die vorerst letzte Gelegenheit die (nicht unumstrittene) Prinzessin Meghan in ihrem alten Job zu erleben
+ kurzweilig und schnell weggeguckt
+ gefühlt ein wenig abwechslungsreichere Settings als zuvor
+ mehr Pro-Bono-Fälle, die näher am „Volk“ sind und weniger wirtschaftlich
+ viele alte, wiederkehrende Bekannte
+ Rückblicke in Louis Jugend
+ Louis allgemein - witzig und mittlerweile weit mehr als nur Comic Relief
+ sexy und attraktiv
+ Louis Besuche bei seinem Psychologen
+ viel Geld, viele hübsche Dinge
+ messerscharfe Dialoge (zumindest in den besten Momenten)
+ etliche popkulturelle Anspielungen
+ Mike & Harveys (vorläufiges) Goodbye
+ manchmal stilvoll und vulgär zugleich
+ viele Intrigen und Machtspiele
+ unrealistisch und toll überhöht; fast comichaft, melodramatisch überzeichnet
+ „Mad Men“ meets „Game of Thrones“
+ oft werden kompliziertere Geschäftsvorfälle clever runtergebrochen und verständlich gemacht
+ Privates und Geschäftliches vermischt
+ enorme Chemie im Cast
PFLICHTVERTEIDIGER
— Jessicas Spin-Off wirkt unpassend und wenig interessant; da hat keiner nach gerufen
— Mike & Rachels Hochzeit und Abschied wirkt etwas spontan und reingequetscht
— weiterhin werden oft zu plötzlich und einfach Lösungen gefunden, Fälle gewonnen
— gefühlt mehr Privates denn je; mehr soapiges Feeling
— von manchen Nebenfiguren einfach viel zu wenig (Alex, Katrina...)
— Fälle weiterhin nicht immer verständlich
— Louis Abenteuer und Liebelei mit Sheila kann etwas übertrieben wirken
— Harveys und Donnas Hin-und-Her kann nerven
— mittlerweile minimal ausgelatscht
Fazit: nicht der Höhepunkt der Serie und ein etwas unspektakulärer Abschied für Mike und Rachel - aber ansonsten sitzen die Anzüge noch immer perfekt, lodern die Emotionen noch immer hoch, fliegen die Sprüche noch immer scharf und liegen einem die Figuren noch immer sehr am Herzen. (8/10)