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Das geheime Helios Project wurde entwickelt um erneuerbare Energiequellen zu finden. Mit Hilfe von Satelliten sollen elektromagnetische Energien gewonnen werden. Diese sollen dann laut Theorie in Helios-Einrichtungen auf der ganzen Welt gespeichert werden. Doch das Team rund um den leitenden Wissenschaftler Dr. Michael Edwards vergaß fatalerweise die Nebenwirkungen einzukalkulieren. Und diese erweisen sich als mehr als katastrophal.

Die üblichen Verdächtigen der TV-Katastrophenfilme haben dem Zuschauer ja schon jede Menge mehr als fragwürdige natürliche Phänomene zugemutet und auch die Geschichte um den Metal Tornado darf wohl getrost in den physikalischen Mülleimer gekickt werden. Ebenso werden die genregängigen Klischees gerne bdient. Dem wackeren Wissenschaftler, der die Gefahr erkennt, wird wie üblich kein Glauben geschenkt, der überflüssige Sohn sorgt für diverse familiäre Konfliktmöglichkeiten und am Ende ist die Welt doch gerettet, egal wie hirnlos der Lösungsansatz dafür ist. Diese Sätze kann man bedenkenlos in jeden Katastrophenfilm reinkopieren, falsch liegt man so gut wie nie. Meistens gibt es dann noch ein oder zwei bekannte Namen im Karrieretief dazu, den Job übernimmt hier Lou Diamond Philips und mit Abstrichen Greg Evigan und Nicole de Boer.
Heute machen sich zwei Prozent einer neuartigen Energiegewinnungsmethode selbständig und mutieren zu einem Tornado mit magnetischen Eigenschaften, der mühelos Kettensägen und Fahrzeuge durch die Luft wirbelt und droht in einer Großstadt ordentlich Schaden anzurichten. Die verwendete Sturm-CGI ist mal wieder bestenfalls so lala, dafür sehen die diversen Magnetismus Effekte ganz brauchbar aus. Das vorgelegte Tempo dabei ist insgesamt recht hoch und ebenso erfreulich ist, das man auf die vorgeschriebene Romanze weitgehend verzichtet. Bis auf die Kabbeleien mit seinem Sohn hält sich Metal Tornado mit überbordenden Gefühlsduseleien sich angenehm zurück.
Auch in Sachen Todesopfer hält man sich vornehm zurück, einem Walarbeiter wird der Helm angeratscht, einem Bauer fliegt sein Gerät um die Ohren, alles im harmlosen Bereich. Über den Showdown hülle ich mal den Mantel des Schweigens, denn die Zusammenhänge zwischen EMP und Magnetismus, die hier aufgeführt werden, regen doch eher zum lachen an. Immerhin wirds aber auch nie wirklich langweilig. Die kurze Laufzeit und das flotte Tempo lassen Metal Tornado zügig vorbei laufen und ich hatte zumindest das Gefühl meine Zeit nicht vollends verschwendet zu haben.
4/10

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