Fifty Shades of Love
Vom Schreiber der tränenreichen Hitserie „This Is Us“ kam deutlich vorher schon dieser völlig zurecht beliebte RomCom-Blockbuster mit Starbesetzung und Schalk im Nacken, wenn die Irrungen und Wirrungen einer Ehe in Scheidung zu Herzschmerz und köstlich-witzigen Überraschungen in der kompletten Familie der Beiden führen…
Die Leiden des alten sowie jungen Weaver
„Crazy Stupid Love“ bringt die klassische Screwballkomödie zurück und verbindet diese kongenial mit moderneren RomCom-Sensibilitäten zu einem Film voller Liebe - der trotzdem nie schnulzig, nie zuckrig, nie cheesy wird. Und das ist eine Meisterleistung in und für sich! Attraktiv starbesetzt durch alle Altersgruppen. Brillant und messerscharf geschrieben. Mit etlichen Überraschungsmomenten und Lämpchen, die einem über'm Kopf angehen. Und mit zwei Stunden, die wie im Flug vergehen. Sexy, sinnlich, schnell. Mit ein paar fragwürdigen Männertypen und Männerklischees, die am Ende doch immer am rechten Fleck ankommen und geschickt abgefeilt werden, rund wirken und einem fast schon schockierend nah gehen. Die Balance stimmt hier einfach erstaunlich. Der perfekte Datefilm. Komödie, Romantik, Drama. Keine der Figuren verkommt zu comichaften Schrägen. Jederzeit nimmt man alle Gefühle und Querelen ernst genug. Egal wie bizarr manch eine Situation noch aufgelöst wird oder sich verdreht, verheddert, verbeißt. Und ich behaupte einfach mal mit Schmackes, dass es die Kulmination nahezu aller Handlungsstränge hier, im Garten gegen Ende, mit den Besten der Besten in Sachen Screwballchaos aufnehmen kann. Und auch das ist somit mit allen Wassern gewaschen, klassisch gut und weit, weit über dem üblichen RomCom-Brei von heute anzusetzen. „Crazy Stupid Love“ sprüht vor Chemie im gesamten Cast, gibt sich nahezu nie den ganz einfachen Lösungen hin und macht zu allem Überfluss fast frech viel Spaß. Sehr stark!
Fazit: Charmant, witzig, emotional. Die sexy Screwballkomödie ist zurück! Oder sie war es. Kurz.