Review

Schöpft seine Möglichkeiten fast aus

Basierend auf einem spannenden Buch und klarer Vorreiter von "Lucy" plus einer gleichnamigen Serie - "Ohne Limit" ist einer dieser People's Champions, der sich dank starker Mundpropaganda über die letzten Jahre eine eingefleischte Fangemeinde erschlichen hat. Völlig zu recht, wie ich finde. Denn der bewusstseinserweiternde Drogentrip mit Bradley Cooper könnte kurzweiliger kaum sein und gefällt eigentlich jedem, der ihn sieht. Ein Kleinster-Gemeinsamer-Nenner-Film, ohne dabei zu glatt oder mainstream zu werden. Es geht um einen maximal durchschnittlichen Typen und Schriftsteller, der durch eine Droge, die 100% seines Gehirns nutzbar macht, seine Leben in ganz neue Sphären und ebenso Gefahren lenkt...

Drei Dinge reißen bei "Limitless" alles heraus und machen ihn überdurchschnittlich unterhaltsam: 1) Hauptdarsteller Bradley Cooper voller Charisma und Starpower, Sympathie und Charme, zwei Seiten, die man ihm jederzeit abkauft. 2) Die faszinierende und Gedanken, Gespräche anregende Grundidee. Selbst wenn der Film menschlich, philosophisch und dramatisch nicht sehr weit in diese abtaucht. Und 3) Seine extrem flotte, schicke und hypnotische Inszenierung voller Beschleunigung und optischer Raffinesse. All das lässt vergessen, dass das Ende überhastet wirkt, dass im Thema noch viel mehr steckt und die Figuren in ihrem Kern blattdünn charakterisiert dastehen. Wenn ein Film jedoch ab geht wie ein kinetisch aufgeladenes Zäpfchen, dann hat man noch nichtmal Zeit über solche Mängel nachzudenken. Man genießt einfach die Show. 

Fazit: "Lucy" in richtig gut... "Ohne Limit" lässt durch eine faszinierende Idee und eine super schmissige Inszenierung die Zeit verfliegen. Nur tiefergehende Fragen, die das Thema durchaus beinhalten kann, sollte man keine erwarten. Oder man muss sie sich penibel selbst suchen. 

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