Review

Pauken ohne Gesicht


Geglaubt ich sehe Horden von eine Highschool überlaufenden Untote. Bekommen habe ich mehr oder weniger hirnamputierte Collegestreber, die eher als Vampire wie als Zombies durchgehen. Eine Art weiteren Vorläufer zu „Disturbing Behavior“. Nur gegen Ende kommt noch sowas wie Beinahe-Zombie-Flair auf. Bis dann die plötzliche und mega lazy Auflösung alles komplett herunterreißt. Bis dahin kann man den Titel noch auf die alte Südsee-Voodoo-Masche schieben und das ganze als Kreuzung aus Horror und Collegekomödie sehen. Aber insgesamt gibt’s hier einfach viel zu viele Mängel. Kleine bis drastischere. 

Das Hindernis des Florian Prey

„Zombie High“ ist als Bonusfilm auf meinem „The Video Dead“-Mediabook, kann jedoch weder als erfolgreiches Extra gesehen werden noch mit dem dortigen Main Feature mithalten. Selbst wenn auch das kein ausgewiesener Klassiker ist. Aber „Zombie High“ ist einfach dröge und in seinen schwächsten Momenten sogar unbrauchbar und peinlich. Zu den krassesten Ausrutschern gehören fieses Overacting, ein austauschbare Protagonistin, einen aus dem Geschehen völlig herausreißende „fließende Übergänge“ bzw. Schnitte a la „Star Wars“ und ein Ende, das wohl einfach keinen Bock mehr hatte. Gerade Letzteres geht gar nicht. Die Mucke ist zwar ohrenbetäubend mies - aber dass wegen ihr alle „Zombies“ einfach tot umfallen, manche davon mit lachhaft qualmenden Ohren, ist beschämend und unpassend. Alles davor bleibt auch blass, hat aber immerhin ein paar Momente und Aussagen zu Individualität und Massenzwang. Aber reichen tut das lange nicht.

Fazit: Lobotomie und Langeweile, Etikettenschwindel und Einheitsbrei, Collegecliquen und Cop Out - „Zombie High“ ist eher ein No-Zombies-Low und hat mich angeödet. Gegen Ende sogar richtig geärgert. Da fallen die Augen trotz einiger hübscher Mädels gerne mal voreilig zu. Und die Auflösung ist mehr als faul, eher schlicht dreist. 

Details
Ähnliche Filme