Review

Besonders in den Achtzigern waren episodenhaft angelegte Horrorstreifen wie „Geschichten aus der Gruft“ ziemlich populär. Der Vorteil: Sind auch nur drei von fünf Kurzgeschichten gelungen, überwiegt stets der positive Eindruck und schwache Episoden geraten im Gesamtbild eher in den Hintergrund. Etwas anders verhält es sich hingegen mit dieser Horror-Trilogie von Paul Howard und Michael Weaver, denn da sind alle drei Geschichten ziemlich mau.

In der Rahmenhandlung hat ein Patient einer psychiatrischen Einrichtung stets Alpträume, welche sich offenbar bewahrheiten. In der ersten Episode „Stuck with the drinks“ hat Macho Richard ein Blind Date, welches sich als Mitglied einer Satanssekte herausstellt. In der zweiten Geschichte „Reap the whirlwind“ geht es um Unternehmer Samuel, der eine antike Achterbahn zu einem Einkaufszentrum umfunktionieren will und von einem Clown in eine Falle gelockt wird und in der finalen Story „Teddy Bear“ werden drei Kleinkriminelle von Stofftieren heimgesucht, weil sie ihren „Vater“ ermordeten.

Alle Episoden haben mehrere Aspekte gemein: Die Mimen sind unterster Kajüte, die Tonabmischung ist grauenvoll und der Score ist schräg bis peinlich. Hinzu kommt ein Hang zu Nahaufnahmen von Augen und Lippen, was nicht gerade das ästhetische Allgemeinbild fördert, da die durchweg unbekannten Darsteller keinem anerkannten Schönheitsideal entsprechen.
Auch in Sachen Gewalt wird nichts von Belang offenbart, denn bis auf zwei Kehlenschnitte und dem Abtrennen einer Hand spielt sich der Rest im Off ab.

Episode Eins ist erzählerisch besonders dämlich, denn man ahnt aufgrund des Aufbaus der Geschichte bereits wie diese enden wird, während die Hauptfigur den Inbegriff des schmierigen Selbstdarstellers verkörpert. Geschichte zwei ist insofern besser, als dass die Kulisse der verlassenen Achterbahn für ein wenig Atmosphäre sorgen kann und der dunkelhäutige Clown einigermaßen Ausstrahlung besitzt. Die Geschichte mit den Teddys könnte hingegen Trash-Freunden gefallen, die mit der Reihe um „Puppetmaster“ etwas anfangen können, nur dass hier grottig getrickst wird und sich die Stofffiguren wie Löwe, Samurai oder Teddybär fast gar nicht bewegen.

Immerhin wird die Rahmenhandlung noch einigermaßen schlüssig zu einem abgerundeten Ende gebracht, die Alpträume und Träume innerhalb von Träumen ergeben größtenteils Sinn, doch auch hier verhindern die schlechten Darsteller und die lieblose Kamera einen besseren Effekt.
Insgesamt also eine käsige Angelegenheit, überwiegend spannungsfrei, inszenatorisch phasenweise unterirdisch und schlecht ausgestattet obendrein.
Episodenhorror auf den man komplett verzichten kann und das ist wahrlich selten vorzufinden.
3 von 10

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