Review

Wenn man ein Fan von Ego-Shooter Spielen ist, dürfte man wohl kaum an dem Namen " Soldier of Fortune" vorbeigekommen sein. Da sticht der Titel des hier besprochenen Titel mir ins Auge und Errinerungen an den Ballerklassiker werden direkt wach. Doch recht schnell nach Start des Films wird klar das ausser dem Titel, das hier gezeigte eher wenig mit dem Spiel zu tun hat.
Stattdessen präsentiert uns Regiesseur Maxim Korostyshevski einen waschechten B-Action No-Brainer welcher mit diversen bekannten Gesichtern, super trashiger auf Action getrimmter Story und so manchem One-Liner aufwarten kann.

Craig McKenzie ( Christian Slater) war einst Soldat. Nachdem er während einer Mission die Befehle welche ihm gegeben wurden missachtete um seinen Kameraden ( Freddy Rodriguez)  zu retten, werden die beiden unehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen.
4 Jahre später. Ohne Job, kaum genug Geld um die Rechnungen zu bezahlen und ohne jegliche gute Aussicht auf die Zukunft, wissen die beiden nicht was sie machen sollen.
Da bekommt McKenzie ein Angebot, welches ihm durchaus aus seiner misslichen Lage helfen könnte....
Er soll einer Gruppe reicher Millionarios das Kämpfen beibringen damit diese auf einer Insel Krieg spielen dürfen. Unter ihnen sind ein  Waffenhändler ( Ving Rhames), ein Computerspielentwickler ( Dominic Monaghan), ein durch Metal und Wodkageschäfte reich gewordener Playboy ( Sean Bean), ein betagter Lebemann ( James Cromwell) und ein Aktienhändler ( Charlie Bewley).
Auf Snake-Island sollen sie einer Rebellentruppe helfen ihr Land zu verteidigen. Doch schnell wird klar das Krieg kein Spiel ist und man muss um sein überleben kämpfen...

Wenn man an Filme wie " The Condemned" oder " Death Race" denkt, kann man sagen das man es bei " Soldiers of Fortune" schon fast um eine Steigerung der Idee handelt. Hat man in den beiden Bespielen noch viel Kohle bezahlt damit man Menschen dabei zuschauen durfte wie sie um ihr Leben kämpften, zahlen unsere " Helden" in diesem Streifen selber Kohle um mittendrin zu sein.
Zugegebener Maßen die Story dieses Films taugt eigentlich keinen Blumentopf, viel zu weit hergeholt, mit musikalisch untermaltem Pathos versehen, sollte man daher ganz schnell das Gehirn ausschalten wenn man sich dieses Machwerk zu gemüte führen will...
Wenn man das erfolgreich schafft kann man nähmlich wirklich gefallen finden an dem gezeigten.
Denn meiner Meinung nach bieten hier all die bekannten Gesichter welche fast alle schon in so manch großer A-Produktion mitgespielt haben, eine gute Augenzwinkernde Leistung.
Und so ziemlich jeder in der Truppe darf ein bis zwei nette One-Liner von sich geben, welche mich teilweise doch an die guten alten Ende 80er und 90er Jahre Actionfilme errinert haben.

Actionmäßig kann man dem Film eingentlich auch nicht allzuviel vorwerfen. So startet der Film mit einer netten Irak-Kriegsszene, in der mitte des Streifen gibts noch ein paar kleinere Shootouts und einen meiner Meinung nach etwas zu kurz geratenen Showdown. Dennoch wissen diese Szenen zu überzeugen und bieten so manchen netten Einschuss welche  erfrischender Weise danach aussehen als wären sie mal nicht am PC entstanden. Ein paar kleine Explosionen, sowie eine Verfolgungsjagd auf Jet-skis darf man zudem auch noch bestaunen.
Musikalisch ist das ganze vielleicht ein wenig zu ernst unterlegt, sodass das gezeigte mir dann doch etwas zu heroisch rüberkam, aber am Charme wird da dennoch nicht viel genommen..,

Fazit:
" Soldiers of Fortune" ist ein recht solider B-Actioner den man auf keinen Fall ernstnehmen sollte. Also wer es schafft sich von der mehr als absurden Story nicht nerven zu lassen. Darf sich hier auf einen gut inszenierten Streifen freuen der vorallem durch seinen recht bekannten ( B-)Cast besticht.
6 Punkte

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