Als Schimmi abends nach Hause kommt, findet er auf der Treppe vor seiner Wohnung ein junges Mädchen (Anja Jaenicke), die ihn bittet, ihr bei der Suche nach ihrer Mutter zu helfen. Diese wird jedoch tot aufgefunden, und die Kleine stellt den Täter (Günther Lamprecht) schließlich selbst.
Ziemlich krause Geschichte, und das ganze Hin und Her - Mädchen da, Mädchen wieder weg - nervt mit der Zeit nicht nur die Kommissare, sondern auch den Zuschauer. Obendrein hält das durchtriebene Gör die ganze Zeit die Fäden in der Hand und manipuliert sowohl die Polizei als auch die Gangster, die ihre Mutter ermordet haben. Zum erstenmal Mal wird in diesem Schimanski-Tatort deutlich, daß die Story meist schwächelt, wenn sie sich vom Ruhrpott-Milieu aus den ersten Folgen entfernt. Schade um Lamprecht, der hätte was besseres verdient.
Ein kleiner, folgenübergreifender running gag ist erwähnenswert: Die von Erich Bar gespielte (Neben-)Figur fragt, als sein Arbeitgeber ins Visier der Polizei gerät, schon in „Duisburg-Ruhrort“ Schimanski, „was denn nun werden solle“ und erhält erneut den Rat, sich einen neuen Job zu suchen.
Das Kuschelmuschel zwischen Schimmi und dem nervigen Kiddie grenzt ans Schlüpfrige, und dem Zuschauer bleibt es überlassen zu entscheiden: isser sauber geblieben oder nich?
Der Filmsong stammt von Tangerine Dream und ist eine Variation des Stücks „White Eagle“ von gleichnamigen TD-Album.
Schimanski-Tatort Sonderwertung: 5