Eddie Murphy spielt den Detroiter Cop Axel Foley, dessen Chef bei einer Razzia getötet wird. Seine Ermittlungen führen ihn nach Beverly Hills, wo er den Sicherheitschef eines Vergnügungsparks als Täter identifizieren kann, was ihm jedoch keiner seiner kalifornischen Kollegen so ganz abnehmen will.
Fast jedem ist der Name Axel Foley ein Begriff und mit eben dieser Figur schuf Eddie Murphy einen der bekanntesten Charaktere der Filmgeschichte und verzeichnete vor allem mit den ersten beiden Teilen der Reihe beträchtliche finanzielle Erfolge. Umso schlimmer, dass Murphy, dessen Karriere seit Anfang der 90er auf absteigendem Ast ist, die Rolle in diesem schwachen Film übernahm und damit seine beiden besten Werke und seine Paraderolle in den Dreck zog und so wie es aussieht, wird es wohl noch einen vierten Teil der Reihe geben und Murphy, der in letzter Zeit Jahrhundertflops wie "Vampire über Brooklyn", "Die Geistervilla" und "Norbit" verantwortete, wird die Figur des Axel Foley dann wohl endgültig zunichte machen. Neben der Tatsache, dass er die Rolle erst gar nicht hätte übernehmen dürfen, spielt er ordentlich, aber nicht so gut wie in den ersten Teilen. Man merkt Murphy den Spaß am Spiel nicht mehr so richtig an und mit seiner lässigen Art kann er weder in den ernsten Szenen, noch in den amüsanten Szenen besonders überzeugen, zumal sein ehemals guter Sprachwitz teilweise verloren gegangen ist. Der restliche Cast ist solide, wobei kaum ein Nebendarsteller richtig überzeugen kann, außer Bronson Pinchot, der als tuntiger Kunsthändler wieder einmal einige Lacher liefert, auch wenn seine Rolle leider etwas kurz geworden ist.
Nachdem bereits im zweiten Teil der Regisseur gewechselt wurde, übernahm nun John Landis die Regie von Tony Scott und auch dies war ein Fehler. Landis, der zuvor bereits einige Komödien, so auch den Kultfilm "Blues Brothers" und die beiden ersten Zusammenarbeiten mit Eddie Murphy, "Die Glücksritter" und "Der Prinz aus Zamunda" inszenierte, müsste es doch eigentlich besser können. Da der Film zum Großteil in einem Vergnügungspark spielt, gibt es eine entsprechend bunte Kulisse zu sehen und die meiste Zeit über ist nervige Jahrmarktsmusik zu hören. Eine gespannte Atmosphäre kann dadurch selbstverständlich nicht aufgebaut werden und da auch der Humor mit dem einfallslosen und gehemmten Sprachwitz von Murphy ein bisschen zu kurz kommt ist "Beverly Hills Cop 3" eher mäßig unterhaltsam, wobei er durch das schnelle Erzähltempo zum Glück nicht langweilig wird. Die Action-Szenen sind einigermaßen solide und zusammen mit der bunten Kulisse ergibt sich ein hoher Schauwert, aber auch dieser kann nicht über die restlichen Defizite des Films hinwegtäuschen.
Die Story ist ebenfalls schlecht. Während die ersten beiden Teile wenigstens noch ein paar unvorhersehbare Wendungen hatten, ist dieser Film komplett vorhersehbar und nervt zudem durch seine unrealistische Handlung. Dem Charakter des Axel Foley wird nichts Neues hinzugefügt und somit ist dieser Teil der Reihe schlicht und einfach überflüssig. Dazu gibt es wie immer eine aufgesetzte Love-Story, die ebenfalls nervt.
Fazit:
Mit einer schwachen Story und einer mäßigen Inszenierung, die keine Spannung aufbauen kann und einem soliden Eddie Murphy, der nicht an seinen Sprachwitz der ersten beiden Teile anknüpfen kann ist "Beverly Hills Cop 3" eine mittelmäßige Action-Komödie, die nichts über flache Unterhaltung hinaus bieten kann.
48%