Die junge Odile wird von den zwei Kleinganoven Franz und Arthur zu einem Geldraub im eigenen Haus überredet.
Dem draufgängerischen, coolen Arthur gelingt es außerdem, Odile's Liebe zu gewinnen; der eher ruhige Franz fühlt sich bald wie das berühmte dritte Rad am Wagen...
Nouvelle-Vague - Großmeister Godard mixt in "Bande à Part" auf hintersinnige und ironische Weise Gangsterkomödie und melancholische Dreiecks-Liebesgeschichte.
Typisch unkonventionell inszeniert, folgt der Film keiner gängigen Erzählregel, sondern zeigt uns die drei Hauptcharaktere in lose aneinandergehefteten Szenenabfolgen, die teilweise von Godard selbst geistreich und witzig kommentiert werden.
Ob eine skurille Tanzszene in einem Cafe (wohl auch Inspiration für "Pulp Fiction" von Quentin Tarantino, der auch seine Produktionsfirma nach "Bande à Part" benannte) oder auch die Weltrekordbesichtigung des Louvre - Godard's kurzweiliger Film wartet mit einer Vielzahl von originellen Szenen auf, die die eigentliche Rahmenhandlung, nämlich den Geldraub, eher in den Hintergrund drängen.
Doch durch die Dreiecks - Konstellation bzw. der Liebe zu Odile ist der Film durchaus auch tiefgründig, allerdings immer auf eine erstaunlich leichtfüßige Art und Weise.
Darüber hinaus machen die sympathischen, schrulligen Charaktere und die gewitzte Inszenierung "Bande à Part" zu einem rundum gelungenen, lakonischen Beitrag der "Nouvelle Vague" des französischen Kinos.
Nicht zuletzt deshalb sowohl Pflichtprogramm für Cineasten, gleichzeitig aber auch erfrischend kurzweilige Unterhaltung für Anspruchsmuffel.
(9/10)