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Die junge Michelle (AnnaMaria Demara) hat gerade etwas Liebeskummer, da sie wegen eines Seitensprungs ihren Freund Randy abserviert hat - was liegt also näher, als in der familieneigenen Wochenendhütte irgendwo in den Wäldern Kaliforniens etwas Ruhe und Zerstreuung zu suchen. Gesagt, getan, und schon kurze Zeit später rückt ihre Clique an: 4 Mädels, die im einsamen Wald etwas Party machen wollen. Nach einigen pubertären Späßchen wird im Keller ein Ouija-Brett entdeckt, auf dem dann munter herumgespielt wird, bis sich "echte" Dämonen einstellen, die als schlecht getrickster CGI-Nebel von den ersten beiden Mädels Besitz ergreifen. Diese verhackstücken erstmal eine Anwesende, sodaß Michelle mit der verbliebenen Freundin durch den dunklen Wald türmen muß. Draußen treffen sie dann noch den reumütig zurückgekehrten Randy (trotz seines kahlrasierten Schädels ein Waschlappen sondergleichen), und zu dritt fliehen sie vor den beiden in Dämonen verwandelten ehemaligen Freundinnen...

Reichlich öde Story, aber noch schlimmer sind die miserablen Computertricks: Der Geisternebel, der vom Boden aufsteigt und sich wie ein Kometenschweif in die weit aufgerissenen Münder der Mädels ergießt, die sich daraufhin mit reichlich Latex und schwarzer Schminke in häßliche Fratzen verwandeln, allerdings nur im Gesicht. Das allein wirkt schon peinlich, noch schlimmer ist aber, daß sich die beiden dann dank Computertechnik in 10 - 20facher Geschwindigkeit fortbewegen, die Fliehenden schnell einholen und in jeder Sekunde Screentime furchteinflößend in die Kamera fauchen: Rrroaaar!! Was für ein Müll!

Auf der Flucht im Wald wird ein weiteres Haus mit einem Pärchen erreicht, das dem Trio aber auch nicht helfen kann und schnell von den "Katzendämonen" erledigt wird. Also verbarrikadieren sich die drei und kommen auf die glorreiche Idee, mittels eines selbstgezeichneten(!) Ouija-Bretts ein weiteres Mal die Geister zu beschwören (die Planchette hat sich das zweite Mädel schlauerweise in den Ausschnitt gesteckt), vielleicht kann man so den Spuk beenden. Der geneigte Horror-freund  hätte es da einfacher, er bräuchte nur die Eject-Taste drücken und die Scheibe in den Müll zu befördern, aber vielleicht ist es wirklich eine dämonische Kraft, die einen davon abhält um stattdessen zuzusehen, wie dieser halbseidene Hokus-Pokus weitergeht...

Hauptdarstellerin Michelle, deren schauspielerisches Talent etwa den CGI-Tricksereien entspricht, fällt dann zufällig ein, als kleines Mädchen von ihrer Großmutter bei deren Séancen einen Schutzkreis gelernt zu haben, den sie sogleich mit in der Hütte herumstehenden Gips(!) am Boden nachzeichnet. Und voilà, die beiden Computerkatzendämonen können ihr nichts mehr anhaben - stattdessen erwacht sie in einem alten Wohnwagen im Wald, der einem Hexenjäger (John Savage) gehört, welcher ihr erzählt, sie müsse sich erst selbst von innen und außen reinigen, um die Dämonen zu bekämpfen und somit loszuwerden. Und ob mans glaubt oder nicht, mit reichlich Pentagrammen und sonstigem Zauber-Schnickschnack ausgestattet nimmt sie den Kampf auf...

Es gibt weißgott schlechte Horrorfilme, bei manchen sind die Effekte schlecht, wieder andere erzeugen keine Spannung, oder aber die Darsteller sind nicht gruselig, bei vielen ist das Drehbuch schwach, aber selbst die schwächsten Grusler haben wenigstens noch ein oder zwei starke Momente oder zumindest irgendwie bemühte und dadurch u.U. lustig wirkende Szenen - Haunting at Foster Cabin dagegen ist eine vollkommen sinnlose Anhäufung schwachsinniger Versatzstücke, die weder einen Sinn ergeben, noch jemals irgendeine Spannung erzeugen. Auch wenn die Mädels nicht häßlich sind (zumindest vor der Verwandlung in "Monster"), wenn reichlich gebechert wird, diverse Tattoos und auch mal ein Busen aufblitzen und das Ganze überhaupt auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten scheint, wird durch die katastrophal schlecht getricksten Dämoninnen alles zunichte gemacht. Dazu kommt ein Drehbuch, das viel zu viele Ingredienzen (Mädelsparty, Ouija-brett, Mystik, Hexenjäger, flapsige Sprüche, Dämonen, Hexenzauber, Splatter, etc. etc.) zusammenmischt und dadurch fast nichts wirklich überzeugend rüberbringt - reine Zeitverschwendung, null Punkte wären angemessen.

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