Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 10.08.2013

In seinem ersten Spielfilm verhaspelt sich Fiennes in überbordenden Ambitionen, die altrömische Sprache der ursprünglichen Shakespeare-Geschichte in eine Gegenwartshandlung zu übertragen, um so zu zeigen, dass Politik in ihrem Wesen ein evolutionstheoretischer Überlegener ist, da sich in ihren Mitteln vielleicht Veränderungen ergeben haben, kaum aber in ihrer Funktionsweise. Ein lobenswertes Unterfangen, nur leider gelingt es Fiennes nicht, Interesse für sein Sujet aufzubringen. Die Regie ist zahnlos, trist und zäh, die große Actionsequenz ein unmotiviertes Gerümpel und als Hauptdarsteller glaubt Fiennes, dies mit Grimassen und martialisch von Blut und Dreck besudeltem Gesicht kompensieren zu müssen. Die steifen Dialoge wirken in diesem Kontext weltfremd und statisch. Von einigen wenigen treffenden Parallelen abgesehen bietet der Film nichts auf, um diese Defizite auszugleichen.

*weitere Informationen: siehe Profil

Details
Ähnliche Filme