Halleluja – Zwei Brüder wie Himmel und Hölle
(Universum Film)
Luc Besson schuf als Regisseur Meilensteine wie Subway, Im Rausch der Tiefe oder Leon der Profi, tritt aber seit einigen Jahren vermehrt als Produzent in Erscheinung, wo er eher unbekannten Filmemachern die Chance gibt, unter seiner Produktion Filme zu drehen.
So geschehen auch bei dem vorliegenden Halleluja – Zwei Brüder wie Himmel und Hölle, mit dem Roger Delattre, Regieassistent Bessons, sein Langfilmdebüt gibt.
Die Geschichte handelt von zwei Brüdern mit unterschiedlichen Lebensentwicklungen. Patrick wählte den Beruf des Pfarrers, während sein Bruder Mario die kriminelle Laufbahn einschlug. Nun wird dieser nach einer längeren Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen, muss sich aber verstecken, da ihm ehemalige Kollegen auf den Fersen sind, um noch ausstehendes Geld einzutreiben. Da bietet ihm sein gläubiger Bruder Hilfe an, und schlägt ihm einen neuen Arbeitsbereich vor. Er soll die Stelle eines kürzliche verstorbenen Dorfpfarrers übernehmen. Das hierbei Chaos vorprogrammiert ist, ist jedem Zuschauer klar. Halleluja – Zwei Brüder wie Himmel und Hölle ist eine kleine, feine französische Komödie, die ihren Humor aus den zwei völlig unterschiedlichen Charakteren zieht. Den eher grobschlächtigen Mario dabei zu beobachten, wie er in seiner neuen Situation eine heilige Messe abzuhalten versucht, oder plötzlich den empathischen Seelsorger und Beichtvater geben muss, sind echt zum schmunzeln.
Aus technischer Sicht bietet die vorliegende DVD aus dem Hause Universum film solide Kost. Bild und Ton sind gut, im Bonusbereich findet man ein knapp 30 Minuten langes Making of, einen Originaltrailer und eine Programmschau.
Halleluja – Zwei Brüder wie Himmel und Hölle ist ein amüsanter Film für die ganze Familie, der mit einer Portion Wortwitz und viel Situationskomik überzeugt. Seine spielfreudigen Darsteller und die solide Regie machen den Film zu einer angenehm kurzweiligen und lustigen Komödie.
CFS