Review

Eigentlich ist der Titel ja grundlegend Programm im Subgenre, denn „Dogs Versus Zombies“ macht beispielsweise recht wenig Sinn. Die Grundidee ist einem gleichnamigen Live-Action-Spiel entnommen, welches sich in den USA in Studentenkreisen bereits großer Beliebtheit erfreut, was am Ende jedoch auf einen reichlich austauschbaren Beitrag hinausläuft.

Als einige Studenten um James, Danny, Tommi und Amanda am Strand feiern, ist die Welt noch in Ordnung, doch kurz danach streunen Scharen von blutrünstigen Zombies über den Campus, so dass nur noch Hausmeister Frank mit seinen Erfahrungen aus militärischen Einsätzen helfen kann…

Fast eine halbe Stunde benötigt der Vorlauf, um die Studenten einzuführen, nachdem in einem Labor etwas schief ging. Von Untoten fehlt zunächst jede Spur, stattdessen versucht jemand bei einer Chatqueen zu landen, ein anderer hat auch Kontakt zur Traumfrau geknüpft, während sich der Hausmeister schon mal mit Waffen ausrüstet, denn der Knabe hat ja alles schon längst kommen sehen.
Im ersten Drittel dominieren klar die Dialoge, was unter Umständen ein Grund ist, zum Originalton zu wechseln, da die Synchro mal wieder völlig daneben liegt und teilweise sogar eine Stimme gleich mehrere Randfiguren abdeckt.

Als man eine gebissene Freundin ins Krankenhaus karrt, geht es kurz darauf endlich los mit den Auseinandersetzungen. Die Zombies, welche später auch in größeren Mengen auftreten, sehen mit ihren blutunterlaufenen Augen recht passabel aus und langen zumindest einige Male durch Bisse in Hals oder Schulter zu. Auf der Gegenseite wehrt man sich mit Kopfschüssen, was je nach Kaliber auch mal deftiger ausfällt, wobei die meisten Effekte glücklicherweise handgemacht sind.

Leider bleiben die Aufeinandertreffen Mangelware, viele unnötige Szenen nehmen stets Drive aus dem Geschehen und auch die Schauplätze wie Campus. Hausmeisterkabine, Tunnel oder Kirche entfalten nicht allzu viel Atmosphäre.
Die Versuche, ab und an schwarzen Humor einfließen zu lassen, gehen meistens eher nach hinten los, da die Darsteller einerseits nicht wirklich fähig sind und andererseits ein etwas zu plumper Grundton vorherrscht und sich die Gags auf demselben Niveau ansiedeln.

Der schwache und eher spannungsarme Showdown verdeutlicht geradezu, wie wenig die Grundidee hergibt, wobei ein guter Regisseur auch daraus noch etwas Mitreißendes hätte basteln können. So bleiben am Ende eine Handvoll Überlebende im Kampf gegen Infizierte, doch anstatt kräftig zu fighten, ist man zwischenzeitlich zu sehr mit sich selbst beschäftigt, was dem Ganzen mächtig die Spannung raubt.
Ein Streifen mit brauchbaren Ansätzen, aber zu wenigen Innovationen, kreativen Einfällen und markanten Eigenheiten. Im Grunde komplett austauschbar.
4,5 von 10

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