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Tom Ricks, ein mittelmäßig erfolgreicher amerikanischer Schriftsteller (Ethan Hawke) zieht nach Paris, um näher bei seiner getrennt lebendenden Frau und Tochter zu sein. Seine Ex-Frau verweigert sich aber barsch einer Kontaktaufnahme und alarmiert sogar die Polizei. Auf seiner Flucht schläft Ricks in einer S-Bahn ein und wird erst an der Endhaltestelle von dem Ziugführer geweckt. Geld und Koffer wurden ihm während der Fahrt geklaut. Völlig mittellos findet er eine Unterkunft in einem heruntergekommenen Hotel. Der Hotelbesitzer bietet ihm einen zwielichtigen Job als Nachtwächter an, um sein Zimmer bezahlen zu können. Bei einem Besuch einer Buchhandlung wird Ricks von dem Buchhändler erkannt und auf eine Literatur-Party eingeladen, auf der er Bekanntschaft mit einer attraktiven mysteriösen Frau (Kristin Scott Thomas) macht. Kurz darauf beginnen beide eine leidenschaftliche Affäre miteinander. Als Ricks eines Tages in sein Hotelzimmer zurückkehrt, findet er auf der gemeinsamen Etagentoilette die Leiche seines Zimmernachbarn. Bei der Vernehmung durch die Polizei, gibt er als Alibi Name und Adresse seiner Liebhaberin an, jedoch stellt sich durch die Recherche der Polizei kurz darauf heraus, dass Margit (Kristin Scott Thomas) bereits seit 1991 tot ist…



"Die geheimnisvolle Fremde" ist ein handwerklich gut gemachter Film, der szenisch und optisch zwar überzeugen kann, aber durch sein flaches Drehbuch und die hintenraus verworrene Handlung dann gänzlich im Sumpf versinkt. Bei knapp 80 Minuten Spielfilmlänge kommt die Geschichte erst viel zu träge in Fahrt, wirft dann plötzlich "tausend" Fragen auf und hinterlässt den Zuschauer bis zum Abspann ohne erklärende oder erläuternde Antworten.



Da es sich bei "Die geheimnisvolle Fremde" um eine Literaturverfilmung handelt (Die Liebhaberin - Douglas Kennedy), besteht zumindest noch die Möglichkeit, sich Lösungen auf litrarischem Weg zu holen!

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