Review

Studentin Lucy (Emily Browning) finanziert ihr Studium durch Nebenjobs als medizinisches Versuchskaninchen, Bürohilfe und Reinigungskraft. In einer Studentenzeitung stößt sie auf eine Anzeige, in der junge hübsche Frauen als Sexualobjekte für ältere Männer vermittelt werden.



Im Jahre 2006 wurde von dem deutschen Schauspieler und Regisseur Vadim Glowna der Roman "Die schlafenden Schönen" des japanischen Schriftstellers Kawabata verfilmt. Inhaltlich ähnelt die Geschichte in ihren Grundzügen Julia Leighs "Sleeping Beauty". Dekadente finanziell gut situierte Herren im Rentenalter fröhnen ihre sexuellen Neigungen an betäubten jungen Frauen.



Auch wenn ich selbst des männlichen Geschlechts angehöre (wenn auch noch deutlich jünger als die Protagonisten im Film) und den Reiz eines makellosen jungen Frauenkörpers zu schätzen weiß, muss ich doch fairerweise zugeben, dass "Sleeping Beauty", ebenso wie "Das Haus der schlafenden Schönen", nichts weiter ist, als schön bebilderte Altherrenfantasien. 

Drolligerweise wurde im Falle von "Sleeping Beauty" das Drehbuch nebst Regie von einer Frau (Julia Leigh) verfasst und in Szene gesetzt. Alleine schon aus diesem Aspekt heraus, hatte ich eine eher psychologische Herangehensweise an diese Thematik erwartet. Außer in wenigen kleinen Szenen offenbaren sich keine Wesens- oder Charakterzüge der Figuren. Zu Vieles bleibt oberflächlich und unklar, was die Story reicher und spannender gestaltet hätte.




Fazit: speziell für Männer nett anzusehen, aber inhaltlich schwach und unineressant.

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