Review

Flugobjekte fallen auf die Erde herab. Was zunächst als Kometeneinschläge verbucht wird, stellt sich rasch als bemannte Flugkörper heraus.Kaum hat man dies registriert, befindet sich unere Erde bereits mitten in einem erbarmungslosen Krieg zwischen Menschen und Ausserirdischen. Sergeant Michael Nantz ( Aaaron Eckhart - The dark knight ), dessen Dienstzeit gerade abgelaufen ist, wird daher zusammen mit seinen Leuten kurzfristig unter die Fittiche eines unerfahrenen Lieutenants gestellt und bekommen den Auftrag in die Stadt zu ziehen und Überlebende zu retten bevor ein Gegenschlag in Form von Bombardierung der militärischen Streitkräfte erfolgt. 

Battle LA entspricht der gleichen Art Film wie es bereits Emmerichs Independence Day, Krieg der Welten und viele, billiger produzierte Streifen getan haben. Böse Aliens kommen auf die Erde um die Menschheit zu vernichten. World Invasion verzichtet allerdings fast ausnahmslos darauf die Absicht der Ausserirdischen zu erläutern. Eher beiläufig wird erklärt das sie es auf die Wasservorkommen unseres Planeten abgesehen haben. Der Zuschauer begleitet den gesamten Film über einen Trupp Soldaten bei Ihrem Einsatz. Charakterentwicklung findet nur oberflächlich statt und bezieht sich weitestgehend auf den Hauptdarsteller. Nachdem die einzelnen Soldaten zu Beginn des Films in kurzen Abschnitten vorgestellt werden befindet man sich kurz danach schon direkt mitten im Krieg und ab diesem Zeitpunkt zählt fast nur noch Action, Action und nochmal Action.

Wenn ich dem Film etwas vorwerfen kann ist es zum einen die kaum vorhandene Charakterentwicklung, zum anderen aber der gnadenlos überzogene Pathos welcher im Laufe des Films immer schlimmer wird und in einer Rede des Sergeants kurz vor dem Showdown einen schon fast lächerlichen Höhepunkt erreicht das man sich unweigerlich an die Präsidentenrede in Independece day erinnert fühlt. Völlig unnötig, aber leider typisch amerikanisch.
Ein weiterer Punkt wäre da "vielleicht" noch die Wackelkamera. Diese allerdings wird vermutlich je nach Geschmack unterschiedlich aufgefasst werden. Ich bin normal auch kein Freund von Aufnahmen wo man das Gefühl bekommt der Kameramann leide an Parkinson im letzten Stadium. Hier allerdings hatte ich nicht ein einziges Mal den Gedanken wirklich etwas zu verpassen. Es passt einfach und zieht einen regelrecht in die Kampfszenarien. Die Aliens selber erkennt man aufgrund der Wackelkamera nie wirklich deutlich, sondern immer nur verschwommen und unscharf. Dieser Fakt hat für mich aber der Unterhaltung keinen Abbruch getan da ich durch die fast permanent vorhandene Action eh keine Zeit hatte mich darauf zu konzentrieren. Genau da kommen wir zum positiven Bereich des Films. Action!! Diese ist für meinen Geschmack hervorragend ausgearbeitet. Ständig knallt und kracht es. Man kommt kaum zum Durchatmen. Unterstützt durch die Wackelkamera fühlt man sich als wäre man mitten in einem Kampfgetümmel und quasi mit den Protagonisten im Einsatz. Eine Frontalaufnahme wie bei Independence Day in Form von großen Schlachtaufnahmen sucht man hier vergebens. Sämtliche Auseinandersetzungen werden in Form von Straßen- und Häuserkämpfen gefochten. Nur ein einziges Mal gönnt sich Regisseur Liebesman Abwechslung in Form einer Fahrt mit zwei Jeeps wobei einige Ausserirdische das Zeitliche segnen.

Obwohl der Streifen knapp 70 Millionen Dollar verschlungen haben soll wurde die Werbetrommel eher gering geschwungen. Vielleicht mag es genau daran liegen das dem Film bisher der große Erfolg ausblieb. Eine Fortsetzung ist also mehr als fraglich. Ob diese aber auch wirklich nötig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Zum Schluss noch was zur Kernaussage des Films. Diese ist mir etwas schleierhaft. Aufgrund der düsteren Stimmung und ernsthaften Art des Films mag der Verdacht aufkeimen die USA wolle zeigen das sie keinen Spaß verstehen wenn man ihnen in den Allerwertesten treten möchte. Einen ironischen Unterton wird man bei Battle LA nicht finden ausser unfreiwillige Komik durch den überzogenen Pathos.
Bild:
Der gesamte Film ist in einem leichten Grauton gehalten. Leider war die Qualität der Filmkinorolle nicht sonderlich gut. Es wirkte oft sehr unscharf, grobkörnig und deutete einige Filmfehler auf in der rechten unteren Bildhälfte. Ich bin da mal auf die Bluray gespannt.

Ton:
Beim Ton gibt es nichts zu meckern. Brachialer Sound, gut abgemischt das einem der Kugelhagel regelrecht um die Ohren fliegt und trotzdem die Dialoge gut verständlich waren. Die Musik war ok, aber eher unuaffällig.


Mein persönliches Fazit:
Unterm Strich bleibt ein Film der seinen Erwartungen hinterher hängt da er nicht die durch Trailer angekündigten Großschlachten zeigt, sondern sich auf 1 zu 1 Scharmützel beschränkt, extrem patriotisch ist das es zum Ende hin echt nervig wird und die Charakterzeichnung der Darsteller nur angerissen wird. Ob einem das Gefallen wird muss man selbst entscheiden. Mich haben diese negativen Punkte jedenfalls nicht im geringsten gestört, sondern war knapp 2 Stunden bestens unterhalten.
Ein Film, welcher die Meinungen sehr spalten wird.!!!

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