Review

Herzlich willkommen beim neuesten Abklatsch, bei dem Außerirdische unseren schönen Heimatplanet Erde heimsuchen, um die Menschheit auszulöschen...
Nachdem viele Städte, Länder und Kontinente dem Erdboden gleichgemacht worden sind, schickt man Soldaten ins Gefecht, um die letzte Bastion, Los Angeles zu verteidigen.

Sagen wir es mal so: Worauf sollte eine Kritik auf "World Invasion: Batlle Los Angeles" basieren?

Die meisten Leute dürften es wohl gecheckt haben, dass der Streifen  viel USA-Hurra-Patriotismus mit dem entsprechenden Symphonie-Orchester  bietet und fast als Bewerbungsfilm für die US-Marines durchgehen kann. Und aufgrund dieser zwei Hämmer kann es (für fast alle U.S.A.:Basher) kommen wie es will: Der Film kommt nicht über 5/10 raus.

Kann man sich damit abfinden, dass Amerika sich selber und ihre Truppen ganz geil findet, bekommt man schon etwas für das Auge und das Ohr geboten.
Was mich etwas müde stimmt, ist eben, dass man von diesem Welt-Untergangs-Szenario nicht viel mitbekommmt. Regisseur Jonathan Liebesman konzentriert sich allzu sehr auf unsere Gruppe, bei der man den Vergleich zu "Black Hawk Down" ziehen könnte, da sich alles nur um die Scharmützel  dreht, die in den abgewrackten Häuserschluchten stattfindet.

Ich kann  mit dem Patriotismus gut leben, ich kann mit dem Bewerbungsfilm für die Army gut leben - jedoch gibt es auch für mich Doppel-Whopper-Konsument genügend negative Sachen, die mir bei "World Invasion" aufstoßen. Wenn man die Logik komplett über Board schmeißt, Poppcorn kiloweise in sich rein futtert, nichts gegen das penetrante Einsetzen von Wackelkamera hat, geht der Film ab, wie Schmidts Katze.

Dennoch krankt "World Invasion: Battle Los Angeles"  an dem typischen "Soldaten-Film"-Niveau: Man kann kein Schwein auseinander halten. Ok, hier gibt es Farbige, Mexikaner, Schlitzis, Leute mit Schnurres und auch mal weibliche Soldaten. Aber bis auf Aaron Eckhart wird trotz epischer Einleitung keiner genauer beschrieben. Da könnte man evtl. auch noch drüber hinwegsehen - schließlich werden ca. 50 Magazine pro Minute in feinsten MGs verschossen.
Was dann wirklich bitter aufstößt - und selbst das Poppcorn kann mir nicht das Hirn dermaßen zerschießen - ist der eigentliche IQ unserer Freunde aus dem All. Die Menschen sind wegen der Unterlegenheit unter Dauerbeschuss. Hier fliegen die Salven nur so um die Ohren. Jedoch kann man sagen, dass sich unsere Außerirdischen, eine Mischung aus Predator, einem Mech und einem Zitteraal, total blöd im Kampf Eins gegen Eins anstellen. Bei wirklich jedem Nahkampf ziehen die doofen "Dinger" den kürzeren. Die Soldaten dürfen immer nur in Szenen abtreten, die im Weitwinkelobjektiv gedreht worden sind und man sich den ganzen Film fragt: Wer ist denn noch übrig?

So schleppt sich der Film mit seinen verbliebenen Soldaten, die meistens einen heroischen Tod sterben zum absolut doofen Finale, dass an Beleidigung der menschlichen Rasse nicht mehr zu unterbieten wäre.

Naja, was soll´s. Man merkt spätestens nach dreißig Minuten, dass sich der Regisseur da festgefahren hat, und sich nur noch durch unlogische Elemente durch die Zeit retten kann.

Auch wenn hier alles nach Flitzpiepe riecht, geb ich immerhin noch 7 Punkte. Zwar überwiegen die negativen Aspekte den Film total, dennoch bekommt man mal wieder einen "Schießflim" mit postapokalyptischen Ende zu sehen, der gar nicht so verkehrt ist, wenn man so intelligent  ist wie fünf Meter Feldweg.

7/10

Details
Ähnliche Filme