Review

World Invasion: Battle Los Angeles (2011)

Endlich ein weiterer Alien Invasions Film. Das freut den eingefleischten Sci-Fiction Fan wie mich – immer her mit den Invasoren. Den letzten Versuch die Erde zu beherrschen brachte uns „Skyline“, dem es etwas an Originalität und Schauspieltalent mangelte, aber sonst ganz ok war. Mit einem verheißungsvollen Trailer angefüttert und bereit für ein Actionspektakel sah ich mir nun „World Invasion: Battle L.A.“ an. Inszeniert wurde das Ganze vom relativ unbekannten Regisseur Liebesman der mit „TCM: The Beginning“ und „Der Fluch von Darkness Falls“ schon ganz passable Werke abgeliefert hat. Kurzes Fazit zu seinem neuesten Werk vorweg: unterhaltsam aber mit viel Potenzial.

Die Story ist wie immer die gleiche, mittlerweile unterscheidet die Invasionsfilme lediglich die Tatsache aus welcher Sicht von der Invasion berichtet wird. In „Skyline“ wird eine Gruppe Zivilisten begleitet, hier ist es eine Einheit Marines. Das klingt direkt nach viel Action und reichlich Geballer - aber dazu später mehr. Die Marines sollen eine Gruppe Zivilisten, die sich in einer Polizeistation verschanzt haben, finden und retten. Da die Truppen der Aliens dieses Gebiet schon unter Kontrolle haben, wird das nicht ganz einfach.

Die Idee eine Marines Einheit zu begleiten ist prinzipiell gut, da kommen Erinnerungen an „Aliens“ hoch, wo das ja bestens funktioniert hat. Feindkontakt lässt auch nicht lange auf sich warten und es wird aus allen Rohren geballert. Angeführt wird die Einheit von „Two-Face“ Aaron Eckhart, der die Rolle auch gut ausfüllt und im Gedächtnis bleibt. Alle anderen Darsteller sind da eher austauschbar, das liegt auch am Drehbuch was den Figuren wenig Tiefe gibt.

Was auch gut gemacht ist sind die Aliens wenn man sie denn mal richtig zu Gesicht bekommt. Am Anfang sieht man sie immer nur sehr kurz während eines Gefechtes und durch die Wackelkamera wird genaueres Hinsehen noch schwieriger. Das man die Aliens erstmal nur spärlich sieht, erhöht die Spannung aber auch ungemein. Die Effekte sind sehr gut, die verwüsteten Städte sehen sehr realistisch aus.

So richtig spannend ist die Alien Version von „Black Hawk Down“ nicht immer. Am Anfang ungemein, doch dann nimmt die Spannung rapide ab. Die Handlung kommt zeitweise ins Stocken und Logikfehler häufen sich. Was dem Film auch etwas Drive nimmt ist das lange Verweilen im Polizeigebäude wo vor allem die Altlasten der Protagonisten aufgearbeitet werden. In dieser Phase gefällt mir der Film gar nicht, da die Vorgeschichten der Marines einfallslos sind und schnell nerven.

Was mir auch nicht gefallen hat ist die Tatsache dass es in „WI:BLA“ zu viele Ungereimtheiten gibt, die nicht erklärt werden bzw. wofür es wahrscheinlich keine Erklärungen gibt. Nachvollziehbare Handlungen sind für so einen Film wichtig, ich jedenfalls achte da sehr drauf. Ich will nichts verraten, aber ein Beispiel ist die Übermacht der Aliens am Anfang. Die scheinen zuerst unkaputtbar zu sein und fallen gegen Ende wie die Fliegen. Solche komischen Dinge gibt´s hier schon mal und auch das Ende hat mir nicht gefallen.

Ein weiterer Minuspunkt ist das patriotische Marine Rumgepose, das hier definitiv zuviel des Guten ist. Klar wenn’s ums Kämpfen geht sind die Marines die beste und coolste Einheit der Welt, aber das wird hier zu penetrant in den Vordergrund gestellt.

Insgesamt ein netter Alien Action Film der vieles richtig aber auch ne Menge falsch macht. Da wäre mehr drin gewesen, ehrlich gesagt hat mich die B-Produktion „Skyline“ ähnlich gut unterhalten.

In der Hoffnung dass wir bald wieder heimgesucht werden, vergebe ich 6/10

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